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16.01.2012

15:40 Uhr

Rekord-Gewinn

Frankfurter Volksbank verdient trotz Krise gut

Um satte elf Prozent wuchs der Gewinn der Frankfurter Volksbank im Jahr 2011. Trotz Rekordzahlen mahnt der Noch-Vorstandschef zur Vorsicht, denn die Euro-Schuldenkriese sei noch nicht gelöst, das Kreditvolumen stagniere.

Leuchtreklame an einer Volksbank-Filiale. ap

Leuchtreklame an einer Volksbank-Filiale.

FrankfurtDie Frankfurter Volksbank hat 2011 einen neuen Rekordgewinn eingefahren, will sich aber nicht darauf ausruhen. „Das neue Jahr wird schwierig werden“, warnte der scheidende Vorstandschef Hans-Joachim Tonnellier. Die Euro-Schuldenkrise sei noch nicht gelöst, das Zinsumfeld bleibe vorerst niedrig und der Wettbewerb um Privat- und Geschäftskunden sei hart - gerade im „Haifischbecken“ Frankfurt. Sein Haus werde daher weiter Vorsicht walten lassen, schrieb er seiner Nachfolgerin Eva Wunsch-Weber, die im April das Ruder übernimmt, ins Aufgabenbuch.

Die Frankfurter Volksbank zählt heute zu den größten genossenschaftlichen Einzelinstituten Deutschlands, nachdem Tonnellier in seinen 15 Jahren an der Vorstandsspitze eine ganze Reihe von Zukäufen in der Region durchgeboxt hat. In diesem Jahr soll die Fusion mit der Vereinigten Volksbank Griesheim-Weiterstadt unter Dach und Fach gebracht werden. Weitere Übernahmen seien nicht ausgeschlossen, betonte er. „Wir werden aber immer eine Regionalbank bleiben.“ 2011 verdiente das Institut nach Steuern 70,5 Millionen Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle, ging jedoch zurück. Tonnellier verwies darauf, dass die Frankfurter Volksbank wegen des unsicheren Marktumfelds über eine Milliarde Euro kurzfristig bei der Europäischen Zentralbank und dem genossenschaftlichen Spitzeninstitut DZ Bank angelegt hatte - wo es kaum Zinsen gab. Das an die Kunden ausgereichte Kreditvolumen stagnierte bei gut vier Milliarden Euro.

Von

rtr

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