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18.10.2013

15:21 Uhr

Rekordkurs an der Börse

Morgan Stanley schlägt Goldman Sachs

Der weltgrößte Wertpapierhändler Morgan Stanley freut sich wohl derzeit am meisten über den Rekordkurs an den Börsen. Die Bank profitierte nun davon, dass der Anleihehandel keine große Rolle in ihrem Geschäft spielt.

Morgan Stanley: Die US-Bank ist neben Goldman Sachs die einzige große Investmentbank an der Wall Street, die die Finanzkrise als eigenständiges Institut überlebt hat. Reuters

Morgan Stanley: Die US-Bank ist neben Goldman Sachs die einzige große Investmentbank an der Wall Street, die die Finanzkrise als eigenständiges Institut überlebt hat.

New YorkDie US-Investmentbank Morgan Stanley hat sich im dritten Quartal besser als der größere Erzrivale Goldman Sachs geschlagen. Obwohl auch Morgan Stanley heftige Einbußen im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren verkraften musste, glichen ein stärkeres Aktien-Geschäft und die immer wichtiger werdende Vermögensverwaltung dies mehr als aus. Insgesamt legten die Einnahmen der Bank um die Hälfte auf 7,93 Milliarden Dollar zu, wie das Institut am Freitag mitteilte. Das gelang zuletzt kaum einer anderen Bank an der Wall Street.

Mehr noch: Morgan Stanley kehrte zurück in die Gewinnzone und verdiente unter dem Strich 888 Millionen Dollar. Im Jahr zuvor hatte es noch einen Verlust von einer Milliarde Dollar gegeben, der vor allem auf negative Bilanzierungseffekte zurückging. Diese Sonderlasten fielen nun nicht mehr an. Goldman Sachs hatte dagegen am Donnerstag einen Gewinnrückgang um zwei Prozent ausweisen müssen. Ohne den massiven Sparkurs der weltgrößten Investmentbank wäre das Minus noch wesentlich größer ausgefallen.

Am Finanzmarkt kam die Quartalsbilanz von Morgan Stanley gut an, auch weil sie über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten lag: Aktien der Bank legten im vorbörslichen US-Handel um 3,5 Prozent zu. Sie stützten auch den Kurs der Deutschen Bank, deren Aktie sich um ein Prozent verteuerte. Die Frankfurter wollen Ende Oktober ihre Quartalszahlen vorlegen. Auch hier wird mit Bremsspuren im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren gerechnet.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Dieses Segment - zu dem auch noch Währungen und Rohstoffe gehören - brach bei Morgan Stanley um 44 Prozent ein. Das entspricht der Größenordnung von Goldman Sachs. Bei der Citigroup ging es um 26 Prozent bergab, bei der Bank of America um 20 Prozent. Am besten konnte sich noch JPMorgan - die größte US-Bank - mit einem Minus von acht Prozent aus der Affäre ziehen.

Viele Investoren hatten sich an der Börse bis Mitte September nicht aus der Deckung gewagt. Die Unsicherheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed führte zu einer starken Zurückhaltung der Anleger. Dann entschied die Fed überraschend, den Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes doch noch nicht zu wagen. Das erwischte viele Anleger zudem auf dem falschen Fuß.

Morgan Stanley steigerte die Einnahmen im Aktien-Handel um fast ein Drittel. In der Vermögensverwaltung ging es um acht Prozent nach oben. Bankchef James Gorman baut diesen Bereich aus, um weniger abhängig von den starken Schwankungen an der Börse zu sein.

Von

rtr

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