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30.09.2011

14:53 Uhr

Rettung

Spanien verstaatlicht drei Banken

Die angeschlagenen Banken Unnim, CatalunyaCaixa und NovocaixaGalicia sind nun in Staatshand. Die spanische Zentralbank gab bekannt, dass die Verstaatlichung notwendig gewesen sei. Ihre Kapitaldecken waren zu dünn.

Spanien gab 7,5 Milliarden Euro für die Bankenrettung aus. dpa

Spanien gab 7,5 Milliarden Euro für die Bankenrettung aus.

MadridDie spanische  Zentralbank hat die Kontrolle über drei Sparkassen übernommen,  die staatliche Kapitalvorgaben verfehlt haben. Dabei handelt es  sich um die Catalunya Caixa und die Unnim im Osten und die  NovaCaixaGalicia im Norden des Landes, wie die Bank von Spanien  am Freitag mitteilte.

Die EU-Kommission billigte zugleich die  Staatshilfen von insgesamt 4,75 Milliarden Euro, die zur  Rekapitalisierung der drei Institute nötig wurden. Diese konnten  nicht genug privates Gelder eintreiben, um die verschärften  Kapitalziele zu erfüllen, mit denen die Regierung in Madrid das  Vertrauen in die spanische Bankenbranche wiederherstellen will.

Notenbank-Chef Miguel Angel Fernandez Ordonez zufolge haben  inzwischen mehr als 96 Prozent der heimischen Banken ihre  Rekapitalisierung abgeschlossen. Der staatliche Hilfsfonds müsse  dafür kein weiteres Geld am Finanzmarkt mehr aufnehmen.

Die  Notenbank habe insgesamt 13,4 Milliarden Euro in die Stärkung  der Banken-Kapitaldecke gesteckt, einschließlich der Mittel für  die drei übernommenen Sparkassen. Hauptsorge in Spanien sei aber  mittlerweile die Staatschuldenkrise und nicht mehr die Schwäche  am Immobilienmarkt, die den Finanzsektor in Schwierigkeiten  brachte.

Die Probleme des spanischen Bankensystems gehen auf eine  Kreditschwemme für Baugesellschaften im Zuge eines  Immobilienbooms zurück. Als die Blase platzte, gerieten auch die  Geldhäuser in Finanznöte. Inzwischen droht den Instituten aber  zunehmend Ungemach durch die Euro-Schuldenkrise, die sich immer  stärker auf Spanien auswirkt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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steve

30.09.2011, 16:01 Uhr

Finde ich übercool. Das steht im Buch, ich bin ja mittlerweile ein Megafan davon "Spielgeld - ein neues Wirtschaftssystem" genau drin. Wie die Banken mit Hilfe der Zentralbanken und Staaten gerettet werden müssen. Das Buch ist ja doch schon seit einiger Zeit am Markt. Er weißt einfach und verständlich darauf hin, warum das so sein muss und wieso es keine Lösungen in unserem Geldsystem geben kann. Er zeigt ein völliges neues Wirtschaftssytem auch, welches ohne die Verschuldungsorgien der Neuzeit auskommen kann. Sehr dienlich.

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