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06.06.2012

10:45 Uhr

RHJ International

Investor findet Partner für Kauf der BHF-Bank

Im Verkaufsprozess der BHF-Bank tut sich etwas. Der Finanzinvestor RHJ, einziger Interessent, hat offenbar Partner für die geplante Übernahme der Deutsche-Bank-Tochter gefunden. Angeblich ist Blackrock darunter.

Die Zentrale der BHF Bank in Frankfurt. PR

Die Zentrale der BHF Bank in Frankfurt.

FrankfurtIn den zähen Verkaufsprozess für die BHF-Bank kommt wieder Bewegung. Der Interessent RHJ International bestätigte am Mittwoch, dass er Co-Investoren für die geplante Übernahme der Deutsche-Bank-Tochter gefunden habe. Nun gebe es informelle Gespräche mit der Finanzaufsicht BaFin über die Kaufpläne. Die Behörde muss unter anderem prüfen, ob der Investor mit seinen Partnern die nötige Kapitalstärke zur Finanzierung und zum Betreiben der Frankfurter Traditionsbank aufweist. Vor einem halben Jahr musste RHJ eine offizielle Kaufanzeige bei der BaFin bereits zurückziehen, weil die Finanzierung noch nicht stand. Seither hat der Investor Partner gesucht und ist nun offenbar fündig geworden.

In Finanzkreisen war von bis zu fünf Co-Investoren die Rede, mit denen der auf rund eine halbe Milliarde Euro taxierte Kauf gestemmt werden soll. Namen wurden nicht bekannt. Nach früheren Informationen aus Verhandlungskreisen ist der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock darunter. Wenn RHJ die Übernahme erneut offiziell bei der BaFin anzeigt, hat die Aufsicht zwei Monate Zeit, den Plänen zuzustimmen. Weder die Deutsche Bank noch die BaFin äußerten sich am Mittwoch.

Der Verkauf zieht sich seit Monaten hin. Die Suche nach Co-Investoren verlief angesichts der Verunsicherung vieler Anleger durch die Schuldenkrise schwierig. „Da will sich doch keiner mit dem Kauf einer Bank die Finger verbrennen“, sagt ein Prozessbeteiligter. RHJ gehört bereits das Institut Kleinwort Benson. Der vom früheren Dresdner-Investmentbanker Leonhard Fischer geführte Finanzinvestor will die BHF mit ihren 1500 Mitarbeitern mit Kleinwort Benson zusammenführen - die Co-Investoren beteiligen sich dann an dem gemeinsamen Bankkonzern.

Die Deutsche Bank hat bereits schlechte Erfahrungen mit der BaFin gemacht. Der Verkauf der BHF-Bank an die liechtensteinische Fürstenbank LGT war 2011 am Veto der Aufsicht gescheitert. Seither hat das größte deutsche Geldhaus die Tochter umstrukturiert und die Kosten heruntergefahren. Finanzkreisen zufolge schrieb die BHF in den ersten vier Monaten des Jahres schwarze Zahlen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Tanom

11.06.2012, 23:16 Uhr

Warum steht unter dem Bild "ehemalige Zentrale der BHF-BANK"? In dem Gebäude in der Bockenheimer Landstraße sitzt weiterhin die BHF-BANK.

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