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22.05.2015

19:14 Uhr

Risikobetreuung

Österreich holt Gold zurück nach Wien

„Aus Gründen der Risikostreuung“ holt die Oesterreichische Nationalbank rund die Hälfte ihrer Goldreserven aus London zurück nach Wien. Laut einem Medienbericht hat die Zentralbank eine „neue Goldstrategie“ beschlossen.

Österreichs Zentralbank holt rund die Hälfte ihres Goldschatzes zurück nach Wien. Reuters

Neue Goldstrategie

Österreichs Zentralbank holt rund die Hälfte ihres Goldschatzes zurück nach Wien.

WienDie Oesterreichische Nationalbank holt einem Zeitungsbericht zufolge einen Teil ihres 280 Tonnen umfassenden Goldschatzes zurück nach Wien. „Aus Gründen der Risikostreuung“ solle künftig die Hälfte des Edelmetalls in Österreich lagern, berichtete die „Kronen Zeitung“ am Freitag im Internet ohne Angabe von Quellen. Nur noch 30 Prozent sollten in England bleiben, 20 Prozent in der Schweiz.

Bislang lagern rund 80 Prozent der Reserven in England. Die Nationalbank hatte das damit begründet, das London ein wichtiger Handelsplatz für Metalle sei. Daher mache es Sinn, das Edelmetall dort aufzubewahren, wo es bei Bedarf auch verkauft werden könne.

Die globalen staatlichen Goldreserven

Hintergrund

Die Daten des Internationalen Währungsfonds zeigen die Goldreserven ausgewählter Staaten (in Tonnen) zum Jahresende 2016. Die Statistik legt außerdem offen, wie groß der Anteil des Goldes an den gesamten staatlichen Währungsreserven ist. Viele Länder bunkern neben Gold große Devisenbestände, etwa in US-Dollar oder in Euro.

USA

Bestand: 8133,5 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 73,8 Prozent

Quelle: World Gold Council

Deutschland

Bestand: 3779,9 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 67,6 Prozent

Frankreich

Bestand: 2435,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 61,5 Prozent

China

Bestand: 1842,6 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 2,2 Prozent

Schweiz

Bestand: 1040,0 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,6 Prozent

Russland

Bestand: 1615,2 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 15,2 Prozent

Indien

Bestand: 557,8 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 5,7 Prozent

Großbritannien

Bestand: 310,3 Tonnen

Gold-Anteil an staatlichen Reserven: 8,5 Prozent

Doch nun habe Nationalbank-Chef Ewald Nowotny mit seinen Fachleuten eine „neue Goldstrategie“ festgeschrieben, die den Wechsel vorsehe, berichtete das Blatt. Die Nationalbank war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Auch die Bundesbank hatte vor zwei Jahren angekündigt, dass ab 2020 die Hälfte ihres Goldes in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main gelagert werden soll.

Von

rtr

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