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20.05.2014

21:36 Uhr

Rohstoffe

Goldman stellt Metalllager-Geschäft zum Verkauf

Goldman will seine Sparte Metro International loswerden, die die Bank erst 2010 dazugekauft hatte. Sie ist zwar hochprofitabel, doch das Geschäft ist umstritten.

Goldman Sachs sucht Bieter für seine Metalllager-Sparte. ap

Goldman Sachs sucht Bieter für seine Metalllager-Sparte.

New YorkDie US-Großbank Goldman Sachs hat die Trennung von ihrem Metalllager-Geschäft eingeleitet. Das Geldhaus habe sich zu dem Verkauf der Sparte Metro International entschlossen, weil potenzielle Käufer Interesse angemeldet hätten, erklärte Goldman am Dienstag. Das Institut hatte die Sparte 2010 für gut eine halbe Milliarde Dollar gekauft und ist mittlerweile eine der wenigen internationalen Großbanken, die sich in den vergangenen Monaten nicht aus dem direkten Handel mit Rohstoffen zurückgezogen haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Situation vertrauten Person erfuhr, wandte sich Goldman am Montag erstmals an mögliche Bieter wie Banken, Metall-Händler sowie andere Lager-Unternehmen.

Metro International bringt Goldman zwar hohe Gewinne ein, aber zuletzt war die Sparte Zielscheibe von öffentlicher Empörung, Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Ermittlungen. Unter anderem hatten Unternehmen wie Coca-Cola und andere Metallverbraucher Metro vorgeworfen, den Wettbewerb im Aluminium-Handel zu verzerren. Die Lagerung von Rohstoffen hat sich zu einer milliardenschweren Industrie entwickelt. Die schwache Erholung der Weltwirtschaft hat die Nachfrage nach Metallen zuletzt gedämpft und zu einem massiven Aufbau der Lager geführt.

Die britische Barclays hat Ende April verkündet, den Handel mit Energie, Agrarprodukten und einigen Metallen einzustellen. Die Deutsche Bank entschied Anfang Dezember vergangenen Jahres, ebenfalls nicht mehr mit Energie, Nahrungsmitteln und Grundmetallen zu handeln.

Von

rtr

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