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26.02.2016

10:18 Uhr

Royal Bank of Scotland

Bank verbucht erneut Milliardenverlust

Die Royal Bank of Scotland kämpft noch immer mit den Folgen der Finanzkrise. Das Institut schreibt einen Milliardenverlust – das achte Jahr in Folge. Die Aktie gibt um rund zehn Prozent nach.

Bereits im Januar hatte die Bank neue Rückstellungen von 3,6 Milliarden Pfund angekündigt, nun verbucht sie einen Jahresverlust von rund zwei Milliarden Pfund. dpa

Royal Bank of Scotland

Bereits im Januar hatte die Bank neue Rückstellungen von 3,6 Milliarden Pfund angekündigt, nun verbucht sie einen Jahresverlust von rund zwei Milliarden Pfund.

LondonDie britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) kommt nicht aus den roten Zahlen. Das seit der Finanzkrise größtenteils verstaatlichte Institut schrieb 2015 den achten Jahresverlust nacheinander. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp zwei Milliarden Pfund, das sind aber immerhin gut 40 Prozent weniger als 2014, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Erneut belasteten die Aufräumarbeiten die Bank schwer.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Bereits im Januar hatte sie neue Rückstellungen von 3,6 Milliarden Pfund angekündigt - unter anderem für einen möglichen Vergleich wegen krummer Hypothekengeschäfte in den USA. Auch für die Entschädigung von mit Kreditausfallversicherungen falsch beratenen Kunden musste die Bank weiteres Geld reservieren. Aber auch im Tagesgeschäft lief es schlechter. Der um Sonderbelastungen bereinigte Vorsteuergewinn sackte 2015 um 28 Prozent auf 4,4 Milliarden Pfund ab.

Royal Bank of Scotland: Aufräumarbeiten bremsen britische Großbank

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Wegen der Finanzkrise geriet die Royal Bank of Scotland ins Schlingern. Der Chef des Geldhauses will das Kreditinstitut wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. Doch das Großreinemachen zehrt am Gewinn des Unternehmens.

Vorstandschef Ross McEwen hat seit seinem Amtsantritt im Oktober 2013 der Bank einen harten Schrumpfkurs verordnet. Er streicht im Investmentbanking tausende Stellen und will das Institut vor allem auf das britische Privatkundengeschäft konzentrieren. Ziel ist es, so bald wie möglich wieder eine Dividende zu zahlen. Die Aktie der RBS gab kurz nach Handelsbeginn um etwa zehn Prozent nach.

Von

dpa

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