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08.07.2015

20:09 Uhr

Royal Bank of Scotland

Großbritannien will Bank-Anteile bis 2020 verkaufen

Bis 2020 will Großbritannien den Großteil seiner Anteile an der Royal Bank of Scotland verkaufen. Die Regierung erhofft sich Erlöse von 35 Milliarden Euro. Für den Steuerzahler bleibt die RBS-Rettung trotzdem teuer.

Die britische Regierung will den Großteil ihrer Anteile an der Royal Bank of Scotland bis 2020 verkaufen. Reuters

Royal Bank of Scotland

Die britische Regierung will den Großteil ihrer Anteile an der Royal Bank of Scotland bis 2020 verkaufen.

LondonDie britische Regierung will sich in den nächsten fünf Jahren von einem Großteil ihrer Beteiligung an der Royal Bank of Scotland (RBS) trennen. Mit dem Verkauf von drei Vierteln des Staatsanteils ließen sich umgerechnet mindestens 35 Milliarden Euro erlösen, schrieb James Leigh-Pemberton, der Chef der Behörde, die die Bank-Beteiligungen der Regierung verwaltet, an Finanzminister George Osborne am Mittwoch. Im Fiskaljahr 2015/2016 könne der Staat mindestens 2,8 Milliarden Euro einnehmen. Leigh-Pemberton soll im Auftrag der Regierung die Machbarkeit eines Verkaufs in den kommenden Jahren prüfen.

Osborne hatte im Juni gesagt, dass Großbritannien den Ausstieg aus der Bank vergleichsweise zügig angehen wolle, da sie bei ihrer Sanierung Fortschritte mache. Das größte Privatisierungsvorhaben in der Geschichte Großbritanniens soll im September starten. Der Staat steckte in der Finanzkrise 2007 bis 2009 knapp 46 Milliarden Pfund in das Geldhaus und erhielt dafür einen Anteil von 78 Prozent.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

Nach Berechnungen der Investmentbank Rothschild könnten die Steuerzahler mit der RBS-Rettung am Ende umgerechnet mehr als 9,7 Milliarden Euro Verlust machen. Auf Basis derzeitiger Aktienkurse ergibt sich ein Minus von rund 19,4 Milliarden Euro.

Von

rtr

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