Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2016

10:12 Uhr

Royal Bank of Scotland

Quartalsverlust doppelt so hoch wie erwartet

Im dritten Quartal hat die Royal Bank of Scotland wiederholt rote Zahlen geschrieben. Den Verlust beziffert die Bank auf mehr als 450 Millionen Pfund. Der Trend der vergangenen Jahre wurde einmal mehr bestätigt.

Im dritten Quartal hat die britische Bank erneut rote Zahlen geschrieben. Reuters, Sascha Rheker

RBS

Im dritten Quartal hat die britische Bank erneut rote Zahlen geschrieben.

LondonDie krisengeplagte Royal Bank of Scotland (RBS) hat im dritten Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. Sonderkosten für Altlasten und den Umbau des Konzerns sowie höhere Rückstellungen für faule Kredite setzten dem Institut aus Edinburgh zu, das seit 2007 auf Jahresbasis keinen Gewinn mehr einfahren konnte. Von Juli bis September fiel ein Verlust von 469 Millionen Pfund (523 Millionen Euro) an, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Er war mehr als doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 952 Millionen Pfund zu Buche gestanden.

Der Rückschlag nährt Zweifel, ob der Staat mit der Rettung der Bank in der Finanzkrise – wie teilweise bei anderen Instituten – am Ende einen Gewinn machen kann. Über 70 Prozent der RBS-Aktien gehören der Regierung in London. 45 Milliarden Pfund wurden 2008 in die Bank gesteckt, um sie aufzufangen. Die britische Regierung hat bislang damit einen Verlust von mindestens 25 Milliarden Pfund gemacht.

Royal Bank of Scotland : Das Damoklesschwert der Strafzahlungen

Royal Bank of Scotland

Das Damoklesschwert der Strafzahlungen

Alte Sünden kommen die Royal Bank of Scotland teuer zu stehen. Die Strafen, die das Geldhaus wegen dubioser Hypothekengeschäfte an die USA zahlen soll, lassen sogar die Probleme der Deutschen Bank klein aussehen.

Die Bank teilte zudem mit, die auf Kredite für Privat- und Geschäftskunden spezialisierte Tochter Williams & Glyn nicht wie geplant bis Ende 2017 verkaufen zu können. Dies war eigentlich eine der Bedingungen für die staatliche Rettung vor acht Jahren. Das Niedrigzinsumfeld setzt der Tochter zu.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×