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26.02.2015

13:06 Uhr

Royal Bank of Scotland

RBS drosselt internationales Investmentbanking

In 25 Ländern aufgegeben: Die Royal Banking of Scotland dampft ihr Geschäft mit dem internationalen Investmentbanking massiv ein. Die Bank will sich auf das heimische Kreditgeschäft konzentrieren.

Eine Passant vor einer Filiale der RBS in London: Das Geschäft mit internationalen Investments wird eingedampft. Reuters

Die Royal Bank of Scotland in London

Eine Passant vor einer Filiale der RBS in London: Das Geschäft mit internationalen Investments wird eingedampft.

LondonDie großteils verstaatlichte Royal Bank of Scotland hat im siebten Jahr in Folge schwere Verluste geschrieben. Unter dem Strich häuft sich im Geschäftsjahr 2014 ein Verlust von 3,5 Milliarden Pfund (4,8 Mrd Euro) an, wie die Bank am Donnerstag in London bekanntgab. Im vergangenen Jahr hatte der Verlust noch neun Milliarden Pfund betragen. Insgesamt häuften sich über die vergangenen sieben Jahre ein Minus von rund 50 Milliarden Pfund an. Vorstandschef Ross McEwan verzichtete angesichts der prekären Situation auf einen Bonus in Höhe von einer Million Pfund.

Das Geldhaus kämpft immer noch mit den Folgen der Sünden aus der Zeit vor der Finanzkrise. Allein für die Entschädigung von Kunden, denen unnütze Kreditausfallversicherungen aufgeschwatzt wurden, mussten die Rückstellungen von 3,0 Milliarden Pfund im vergangenen Jahr nochmals um 700 Millionen Pfund aufgestockt werden. 2,9 Milliarden Pfund waren zum Jahresende bereits ausgezahlt.

Der britische Finanzminister George Osborne wandte sich in einem Brief an den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank, Howard Davies, der sein Amt im September antreten wird. Der Politiker, dessen Ministerium über eine staatliche Holding zu 80 Prozent Mehrheitsaktionär bei RBS ist, forderte das Management dazu auf, die „höchstmöglichen ethischen Standards“ einzuhalten.

„Vor dem Hintergrund der außerordentlichen Unterstützung durch den Steuerzahler in der Vergangenheit bin ich mir sicher, dass Sie anerkennen, dass RBS hinsichtlich der Bezahlung ein Schlusslicht bleiben muss“, schrieb Osborne weiter. Er reagierte dabei auf die Bonuszahlungen in Höhe von 421 Millionen Pfund an das RBS-Management. Sie hatten vor allem bei Gewerkschafter zu Entrüstung geführt.

McEwan kündigte am Donnerstag an, er wolle die Bank wieder auf einen erfolgreichen Weg zurückführen und setze vor allem auf Kundenorientierung. Die Bank werde dabei auch kleiner werden. „Wir wollen schneller und entschiedener bei den Reformprozessen werden“, sagte der Vorstandschef. Die RBS müsse „stärker und einfacher“ werden, sowohl für Kunden als auch für die Aktionäre.

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