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12.01.2012

09:35 Uhr

Royal Bank of Scotland

RBS streicht Tausende Stellen

Die Royal Bank of Scotland (RBS) streicht erneut Tausende Stellen. 3500 Arbeitsplätze sollen vor allem im Investmentbanking wegfallen. Außerdem will die Bank mehrere Geschäftsbereiche ganz aufgeben.

Die Royal Bank of Scotland (RBS) will Geschäftsbereiche aufgeben. AFP

Die Royal Bank of Scotland (RBS) will Geschäftsbereiche aufgeben.

LondonDie großteils verstaatlichte Royal Bank of Scotland streicht weitere 3500 Stellen. Das gab die britische Großbank am Donnerstag in London bekannt. Der Abbau solle innerhalb der nächsten drei Jahre erfolgen und vor allem die Sparte Global Banking and Markets (GBM) treffen, wo das Investmentbanking gebündelt ist. Betroffen sein werden Standorte in Manchester, Edinburgh und in der Londoner City. Geschäftsbereiche wie die Betreuung von Übernahmen und Fusionen oder bestimmte Geschäfte an der Börse sollen ganz aufgeben werden.

Die „Financial Times“ hatte bereits in der vorigen Woche berichtet, die RBS plane den Abbau von bis zu 10.000 Stellen im Investmentbanking. Gegenwärtig sind dort 18.900 Menschen beschäftigt. Bereits im zweiten Halbjahr 2011 waren 2000 Stellen in dieser Sparte abgebaut worden.

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Im Zuge der Einsparungen müssen 1580 Mitarbeiter aus der Finanzierungs- und Investmentsparte die Société Générale verlassen. Noch deutlich ärger sieht es allerdings bei der britischen Royal Bank of Scotland aus.

Die RBS, die sich mit der Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro verhoben hatte, war eine der Hauptbetroffenen in der Finanzkrise von 2008. Sie gehört inzwischen zu 83 Prozent dem britischen Staat. Die Führungsspitze hatte bereits mehrmals den Rotstift angesetzt und dabei zahlreiche Stellen abgebaut sowie Sparten verkauft. Ende September 2011 beschäftigte die Bank nur noch 150.000 Menschen und damit fast 50.000 weniger als noch vor drei Jahren.

Zwischen 2008 und 2010 häufte RBS Verluste von rund 29 Milliarden Pfund an. Im Jahr 2008 hatte die Bank mit einem Minus von 24 Milliarden Pfund den höchsten Verlust eingefahren, den jemals ein britisches Unternehmen gemacht hatte.

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