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16.12.2014

17:08 Uhr

Rubel-Verfall

Raiffeisen Bank International leidet in Russland

Erneut bekommt die in Russland stark präsente Raiffeisen Bank International den Rubel-Verfall mit voller Härte zu spüren: Die Aktie sank am Dienstag auf ein neues Allzeit-Tief. Ein Gewinnrückgang war schon angekündigt.

Die Raiffeisen Bank International in Russland. Das Institut leidet schwer unter dem Rubel-Verfall. Reuters

Die Raiffeisen Bank International in Russland. Das Institut leidet schwer unter dem Rubel-Verfall.

WienDer Kurssturz des Rubel bringt die Papiere der in Russland stark vertretenen österreichischen Raiffeisen Bank International unter Druck. Die Aktie verlor am Dienstag bis zu zehn Prozent an Wert und markierte ein neues Allzeit-Tief von 11,40 Euro.

Zwar hob die russische Zentralbank im Kampf gegen die rasante Kapitalflucht aus dem Land über Nacht überraschend den Leitzins von 10,5 auf 17 Prozent an. Der Rubel-Kurs erholte sich daraufhin jedoch nur kurz und sackte im Lauf des Vormittags auf ein neues Tief zum Dollar ab.

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Die Raiffeisen Bank International erwirtschaftet einen großen Teil ihrer Erträge in Russland und hatte bereits in den vergangenen Quartalen den Kursverfall des Rubel zu spüren bekommen: Im dritten Quartal war der Gewinn auf dem wichtigsten Markt um knapp 38 Prozent eingebrochen. Für das vierte Quartal hatte die Bank einen neuerlichen Gewinnrückgang für die russische Tochter angekündigt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Vittorio Queri

16.12.2014, 17:23 Uhr

>> Raiffeisen Bank International leidet in Russland >>

Geschieht den Österreichern, die sich in Russland dilettantisch zu weit aus dem Fenster gelehnt haben, auch zu Recht.
Auch die Deutschen Firmen , die in Russland ansässig sind, erleiden durch den Rubelverfall enormen Verluste.
Der Witz dabei ist, dass die Polit-Oligarchie der EU , ohne Rücksicht auf Verluste und eigene Interessen, den Russen mit den Sanktionen den Wirtschaftskrieg erklärt haben.

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