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03.08.2012

19:19 Uhr

Rückgang fauler Kredite

Bank Austria verbucht Gewinn

Dank ihrer guten Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa konnte die Bank Austria höhere Gewinne erzielen. Doch der Wachstumsmotor Osteuropa droht in den nächsten Monaten ins Stocken zu geraten.

Die Bank Austria konnte wegen einem Rückgang an faulen Krediten steigende Gewinne verbuchen. ap

Die Bank Austria konnte wegen einem Rückgang an faulen Krediten steigende Gewinne verbuchen.

WienDie UniCredit-Tochter Bank Austria hat im ersten Halbjahr dank einer höheren Kreditnachfrage und einer guten Wirtschaftsentwicklung in Teilen Osteuropas mehr verdient. Der Nettogewinn stieg um 1,2 Prozent auf 646 Millionen Euro, wie das Institut am Freitag mitteilte. Zugute kam der Bank dabei auch eine abermals gesunkene Vorsorge für faule Kredite. Sie ging um 19 Prozent auf 568 Millionen Euro zurück. Im zweiten Quartal schrumpfte der Gewinn des Instituts wegen höherer Steuern auf 247 von 299 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

In den kommenden Monaten droht der Wachstumsmotor Osteuropa ins Stocken zu geraten. Es gebe einige Anzeichen für eine geringere Nachfrage nach Krediten, sagte Finanzvorstand Francesco Giordano. Die Bank Austria wolle aber dennoch ihren Marktanteil in Zentral- und Osteuropa ausbauen. Im ersten Halbjahr war das Kreditvolumen um 3,3 Prozent gestiegen.

Das österreichische Institut steuert das Osteuropageschäft der Mutter UniCredit. Zu Osteuropa zählt die Bank unter anderem auch die Türkei, die zusammen mit Russland und Kroatien mehr als die Hälfte des Vorsteuerergebnisses in der gesamten Region Osteuropa beisteuert. Aber auch alle anderen Länder hätten positive Ergebnisse abgeworfen - bis auf die defizitäre Tochter in Kasachstan, sagte Bankchef Willibald Cernko.

Im ersten Halbjahr war die Bank Austria für mehr als die Hälfte des Nettogewinns der Mutter UniCredit verantwortlich, die 1,1 Milliarden Euro verdiente. Insgesamt schnitt sie damit auch besser ab als die Konkurrentin Erste Group.

Diese hatte zu Wochenbeginn zum zweiten Mal in Folge ihre Gewinnprognose zurückgeschraubt. Im ersten Halbjahr verbuchte die Erste Group einen Gewinn von 454 Millionen Euro. Die Raiffeisen Bank International veröffentlicht ihre Halbjahresbilanz erst Ende August.

Von

rtr

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