Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2010

18:00 Uhr

Rückversicherer

Buffett greift Swiss Re erneut unter die Arme

Der Rückversicherer Swiss Re trennt sich auf einen Schlag von milliardenschweren Risiken in seinen Büchern. Dazu reicht die Nummer zwei der Branche ein Paket mit amerikanischen Lebensversicherungsverträgen an die Berkshire Hathaway Life Insurance des US-Investors Warren Buffett weiter - und erhält eine Provisionszahlung von 1,3 Milliarden Franken.

Die Swiss Re ist nach der Münchener Rück die Nummer zwei der Branche. Quelle: ap

Die Swiss Re ist nach der Münchener Rück die Nummer zwei der Branche.

HB ZÜRICH. Swiss Re, die Nummer zwei der Branche hinter der Münchener Rück, erhält von Berkshire Hathaway eine Provisionszahlung von 1,3 Milliarden Franken (884 Millionen Euro) und kann 300 Millionen Franken Deckungskapital anderswo einsetzen. Die mit dem Portfolio erzielbare Eigenkapitalrendite sei für Swiss Re unattraktiv, begründete Finanzchef George Quinn den Verkauf. "Das Prämienvolumen der Firma wird schrumpfen, aber wenn wir richtig reinvestieren können, wird der Gewinn steigen." Quinn deutete auch an, dass Berkshire mehr Rendite aus den Anlagen des Portfolios herausholen könnte.

Swiss Re war 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht, weil sich der Konzern mit hochriskanten Wertpapieren verspekuliert hatte. Im vergangenen Februar trat der neue Konzernchef Stefan Lippe seinen Job an und versprach, sich auf das klassische Kerngeschäft zu konzentrieren und die Anlagerisiken zu reduzieren.

Buffett gehört zu den größten Aktionären des Rückversicherers

Es ist nicht das erste Mal, dass Swiss Re Geschäfte mit Buffett macht. Im März 2009 hatte der legendäre Investor dem Konzern mit drei Milliarden Franken frischem Kapital in Form einer Wandelanleihe unter die Arme gegriffen. Und vor zwei Jahren hatte die Schweizer gegen Provision 20 Prozent ihres Sach- und Unfallversicherungsgeschäfts für einen Zeitraum von fünf Jahren an Berkshire abgetreten. Damals stieg Buffett auch mit drei Prozent bei Swiss Re ein und ist damit einer der größten Aktionäre. Sollte er die Wandelanleihe in Aktien tauschen, würde sein Anteil auf rund ein Viertel steigen. Allerdings ist es das erklärte Ziel von Swiss Re, das Papier abzulösen.

Die Swiss-Re-Aktien sanken um 1,4 Prozent auf 49,42 Franken, während der europäische Branchenindex im Plus lag. Die Situation von Swiss Re habe sich stabilisiert, doch Prämienvolumen und Rentabilität des Lebensversicherungsgeschäfts stellten große Herausforderungen dar, sagte Analyst Stefan Schürman von der Bank Vontobel. Reuters

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Patrick

18.01.2010, 20:50 Uhr

bitte schreiben Sie buffett mit doppel "t". ich kann ja von Autoren erwarten, dass diese Namen richtig schreiben können...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×