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03.02.2011

08:14 Uhr

Rückversicherer

Munich Re hebt Dividende deutlich an

VonAxel Höpner, Thomas Schmitt

Der Rückversicherer Munich Re bereitet seinen Aktionären viel Freude. Das Unternehmen hat seine Dividende erneut angehoben – und dies, obwohl die Munich Re empfindlich unter kostspieligen Naturkatastrophen zu leiden hatte. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Rückversicherer dennoch gut aufgestellt.

Das Logo der Munich Re. dpa

Das Logo der Munich Re.

MÜNCHEN/FRANKFURT. Stagnieren die Gewinne, muss man die Anleger anders bei Laune halten. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat sich nach einem ordentlichen Jahr 2010 für eine Doppellösung entschieden: Mit einer kräftigen Dividendenerhöhung und weiteren Aktienrückkäufen will das Unternehmen für gute Stimmung bei den Aktionären sorgen.

Im vergangenen Jahr hat der Rückversicherer trotz hoher Belastungen aus Naturkatastrophen besser abgeschnitten als lange prognostiziert. Dank eines starken Kapitalanlage-Ergebnisses sank der Gewinn nur leicht auf 2,4 Milliarden Euro. Viel mehr wird es wohl auch im laufenden Jahr nicht sein. Der Preisdruck im Kerngeschäft mit der Rückversicherung ist weiter hoch, die Kapitalanlagerenditen könnten sinken. Für 2011 rechnet die Munich Re daher mit einem „in etwa unveränderten Konzernergebnis“.

Die Tochtergesellschaft Ergo verdoppelt ihren Gewinn auf 355 Millionen Euro

Da sich der Konzern an Großakquisitionen nicht die Finger verbrennen will, sollen die Aktionäre bedient werden. „Wir haben kein Interesse an maßloser Überkapitalisierung“, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider. Die Dividende steigt daher von 5,75 auf 6,25 Euro. Beim aktuellen Börsenkurs von rund 117 Euro ergibt sich eine stolze Dividendenrendite von klar über fünf Prozent.

Zudem will die Munich Re bis zur Hauptversammlung im April 2012 nochmals Aktien für insgesamt 750 Millionen Euro zurückkaufen – also noch einmal so viel, wie seit dem Start des Programms im Mai 2010 bereits investiert wurde.

Trotz der geplanten Dividendenausschüttung von insgesamt 1,1 Milliarden Euro und der Aktienrückkäufe ist die Munich Re im Vergleich zur Konkurrenz sehr gut für schwierigere Zeiten gerüstet. So verfügt der Konzern auch über Schwankungsrückstellungen von 7,5 Milliarden Euro. „Das ist ein sehr gesunder Puffer für schlechte Versicherungsjahre“, sagte Schneider.

Fortschritte erzielte die Munich Re im vergangenen Jahr vor allem im Erstversicherungsgeschäft, das Nachholbedarf hat. Der Gewinn wurde bei der Tochter Ergo auf 355 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Kommentare (1)

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Tomas Meier

03.02.2011, 12:22 Uhr

Da scheint das Engagement von Herrn buffett ja bereits Wirkung zu zeitigen. Ein Schuft, wer böses dabei denkt...

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