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12.01.2015

07:08 Uhr

Rückzug aus Firmenkundengeschäft

RBS will raus aus Asien

Die Royal Bank of Scotland will einen Großteil ihres Firmenkundengeschäfts in Asien zum Verkauf stellen, berichtet eine Agentur. Das Geldhaus hat sich selbst einen radikalen Sparkurs verordnet.

Ein Sitz der Royal Bank of Scotland (RBS) in London: Das Geldhaus will sich offenbar aus dem Firmenkundengeschäft in Asien zurückziehen. dpa

Ein Sitz der Royal Bank of Scotland (RBS) in London: Das Geldhaus will sich offenbar aus dem Firmenkundengeschäft in Asien zurückziehen.

BangaloreDie Royal Bank of Scotland (RBS) will sich einem Agenturbericht zufolge aus dem Firmenkundengeschäft in Asien zurückziehen. Der Großteil des Geschäfts werde zum Verkauf gestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit den Diskussionen vertraute Person.

Der Schritt könne rund 2000 Beschäftigte in Asien betreffen. An einem Teil des Geschäfts in Singapur mit festverzinslichen Papieren werde die Bank wahrscheinlich festhalten, zitierte die Agentur den Insider. RBS lehnte eine Stellungnahme ab.

Kapitalquoten großer Banken (1. Quartal 2013)

Kernkapitalquoten

Ein Lehre aus den Folgen der Finanzkrise lautet: Banken müssen mehr echtes Eigenkapital vorhalten, dass Verluste auffangen kann. Im „Basel III“ genannten Regelwerk ist eine Mindestquote von 4,5 Prozent aus Eigenkapital und einbehaltenen Gewinnen vorgeschrieben – von Investoren werden aber derzeit eher neun Prozent als Wert für eine stabile Bank angesehen.

Svenska Handelsbanken

17,5 Prozent

Standard Chartered

10,7 Prozent

UBS

10,1 Prozent

HSBC

9,8 Prozent

Deutsche Bank

Nach der Kapitalerhöhung im April 2013: 9,5 Prozent

Santander

9,2 Prozent (Ziel für Ende 2013)

JP Morgan

8,9 Prozent

Credit Suisse

8,6 Prozent („Look-through“ Kapitalquote)

Commerzbank

Ende des 1. Quartals 2013: 7,5 Prozent

Nach der Kapitalerhöhung: 8,6 Prozent

Lloyds

8,1 Prozent

Royal Bank of Scotland

7,7 Prozent

Quelle

Die Kernkapitalquoten stammen von den jeweiligen Geldhäusern und beziehen sich auf das jeweils zuletzt verfügbare Quartal. Die Banken beschreiben die Quote als „Common Equity Tier 1 Ratio nach Basel III“ oder auch nach der EU-Umsetzung der Basel-III-Vorgaben („CRD IV“) als „pro forma fully loaded CRD IV core tier 1 ratio“. Offiziell gilt die Basel-III-Vorgabe erst ab 1. Januar 2019, doch die Investoren verlangen bereits lange eine deutliche Übererfüllung der künftigen Quoten.

RBS-Chef Ross McEwan hatte dem Geldhaus im Februar 2014 einen radikalen Sparkurs verordnet. Die von der britischen Regierung kontrollierte Großbank soll sich stärker auf Privat- und Firmenkunden im Heimatmarkt fokussieren und dafür das riskantere Investmentbanking sowie und ihr Engagement im Ausland stutzen.

Von

rtr

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