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08.09.2011

12:29 Uhr

Russisches Geldhaus

Sberbank kauft ÖVAG-Tochter in Osteuropa

Die Sberbank erschließt den osteuropäischen Markt: Das russische Geldinsitut hat der österreichischen Volksbank ÖVAG seine Osteuropatochter abgekauft. Das eröffnet den Russen ein Tor zum Westen.

Sberbank-Zentrale in Moskau: Der Bank eröffnet sich ein Tor in den Westen. Reuters

Sberbank-Zentrale in Moskau: Der Bank eröffnet sich ein Tor in den Westen.

WienNach monatelangem Ringen hat das österreichische Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG den Verkauf seiner Osteuropatochter VBI an die russische Sberbank unter Dach und Fach gebracht. Die Verträge seien am Donnerstag in Wien unterzeichnet worden, teilte beiden Institute mit. Für die Russen öffnet die Übernahme mit dem Eintritt in den osteuropäischen Markt ein Tor zum Westen. Die ÖVAG bekommt mit dem Verkauf eine dringend benötigte Eigenkapitalspritze.

Der Preis für die Osteuropatochter - ohne das Rumäniengeschäft - liege abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung des Instituts im laufenden Jahr zwischen 585 und 645 Millionen Euro, erklärten die Unternehmen, die den Verkauf bis Jahresende abschließen wollen. Die ÖVAG hielt zuletzt 51 Prozent an der VBI und wird demnach etwa die Hälfte des Verkaufspreises erhalten: Ihre Eigenkapitaldecke wird durch den Verkauf um 300 Millionen Euro gestärkt.

Damit steigt die Kernkapitalquote um zwei Prozentpunkte. Die verbleibenden 49 Prozent an VBI halten die deutschen Genossenschaftsbanken DZ und WGZ Bank sowie die französische Banque Populaire Caisse d'Epargne, die ihre Anteile ebenfalls abgeben. Die Sberbank übernimmt von der ÖVAG knapp 300 Geschäftsstellen mit fast 4000 Mitarbeitern in acht Ländern: der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Ukraine. Das verbleibende Rumäniengeschäft will die ÖVAG in den kommenden zwei bis drei Jahren sanieren und dann ebenfalls verkaufen.

Von

rtr

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