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04.06.2012

21:10 Uhr

Santander-Schätzung

Spanische Banken brauchen 40 Milliarden Euro

Die Finanzlage spanischer Banken ist ein kritischer Punkt in der Diskussion über die Lage der Eurozone. Der Vorstandschef der auch in Deutschland aktiven Santander schätzt den Bedarf der Branche auf 40 Milliarden Euro.

Emilio Botin, Vorstandschef von Santander, der größten spanischen Bank. Reuters

Emilio Botin, Vorstandschef von Santander, der größten spanischen Bank.

BrasiliaSpaniens Banken benötigen dem Vorsitzenden der Banco Santander zufolge rund 40 Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital. Emilio Botin nannte die Summe am Montag in Brasilia in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Spanien gebe es "keine Finanzkrise", sagte er weiter, sondern nur einige wenige Banken, die finanzielle Hilfe benötigten. Santander ist die größte Bank Spaniens. Experten der Bundesregierung rechnen Medienberichten zufolge, dass die spanische Bankenwirtschaft eine Kapitalspritze von 50 bis 90 Milliarden Euro benötigt.

Die Regierung in Madrid hatte in den vergangenen Wochen mehrmals Geld für seine Banken außerhalb des bisherigen Rettungsverfahrens gefordert. Dies lehnt Deutschland ab. Die Bundesregierung wies am Montag einen Bericht zurück, sie dränge Spanien unter den Euro-Rettungsschirm EFSF.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Koboldo

04.06.2012, 22:46 Uhr

Man kann wirklich nur hoffen, dass sich Merkel gegen all diese Begehrlichkeiten mit Macht entgegenstemmt. Viele dieser Banken sind weder wettbewerbsfähig noch wirtschaftlich. Deshalb wären auch diese Gelder, wie in Griechenland, unrettbar verloren!
Es kann nicht sein, dass immer wieder aufs Neue jemand hinsteht und Gelder von der EU fordert (ohne Sicherheiten) und im nächsten Moment zahlt die EU. Das läuft marktwirtschaftlichen Prinzipien total zuwider. Leider hat Merkel mit der Rettung der HRE ein völlig falsches Zeichen gesetzt. Die Politik muss endlich den Mut haben, unwirtschaftliche Unternehmen auch Pleite gehen zu lassen. Ich bin überzeugt, der Lerneffekt wird ein ungeheuerlicher sein...

Roothom

04.06.2012, 23:00 Uhr

Lerneffekt? Die HRE wurde "gerettet", um die Risiken sukzessive und schondend abzubauen anstatt die vorhandenen Werte im Rahmen einer Insolvenz zu verschleudern. Die Aktionäre wurden dabei praktisch enteignet. Die Bank arbeitet nur sehr abgespeckt weiter und wird ansonsten abgewickelt. Was genau wäre denn der Vorteil eines chaotischen Endes wie bei Lehman gewesen?

Schaarschmidt

04.06.2012, 23:16 Uhr

Alles nur geschätzt,pi mal Daumen,mehr nicht.Den wahren Bedarf kennt keiner.

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