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23.03.2013

14:22 Uhr

Schiffsfinanzierer

Schifffahrtskrise drückt HSH Nordbank in rote Zahlen

Wenn die Schifffahrts-Branche leidet, leidet auch ihr weltgrößter Finanzier. Die HSH Nordbank hat 2012 Verluste eingefahren, obwohl die Kernbank auf ein positives Ergebnis kommt.

2012 hat die HSH Nordbank rote Zahlen geschrieben. dapd

2012 hat die HSH Nordbank rote Zahlen geschrieben.

FrankfurtDie HSH Nordbank hat im vergangenen Jahr wegen der Schifffahrtskrise rote Zahlen geschrieben. Der Verlust habe sich 2012 auf einen "sehr niedrigen dreistelligen Millionenbetrag" belaufen, sagte HSH-Chef Constantin von Oesterreich laut Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". In der Kernbank, also ohne die zur Abwicklung stehenden Geschäfte, habe die Landesbank eine hohe einstellige Rendite erzielt. Anfang Februar hatte das Institut gewarnt, dass auch im laufenden Jahr ein Verlust nach internationaler Rechnungslegung (IFRS) anfallen dürfte. Erst 2014 geht das Geldhaus wieder von schwarzen Zahlen aus.

Die HSH, der größte Schiffsfinanzierer der Welt, spürt die aktuelle Krise der Branche. "Über den ganz dicken Daumen kann man sagen, dass etwa die Hälfte unserer Schifffahrtskunden stark betroffen sind", sagte der seit November 2012 amtierende HSH-Chef. Wegen Überkapazitäten und gesunkener Frachtraten können viele Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen, etliche Firmen gingen bereits Pleite. Die hohe Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite trägt denn auch maßgeblich dazu bei, dass die HSH rote Zahlen schreibt und auf Unterstützung ihrer Eigner, Hamburg und Schleswig-Holstein, angewiesen ist.

Die beiden Landesregierungen hatten erst am Dienstag die Wiederaufstockung der Staatsgarantien um drei auf zehn Milliarden Euro beschlossen. Dank dieser Maßnahmen werde die Kapitalausstattung so stabil sein, "dass wir mit Gürtel und Hosenträger unterwegs sind", versicherte von Oesterreich. "Wir haben dann ein recht dickes Polster und sind nachhaltig gestärkt." Durch die Wiederaufstockung erfüllt die HSH die von Investoren, Rating-Agenturen und Aufsichtsbehörden verlangte Kernkapitalquote und kann sich günstiger refinanzieren.

Unterdessen denken die Länder laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" auch darüber nach, der HSH im Falle einer verschärften Krisensituation notfalls über den direkten Abkauf von Wertpapieren unter die Arme zu greifen. So könnten die risikogewichteten Aktiva der Bank reduziert und die Kernkapitalquote erhöht werden. Allerdings wäre hierfür die Zustimmung der EU-Kommission und der beiden Länder-Parlamente erforderlich.

Die HSH war in der Finanzkrise 2008 vom Staat gerettet worden und hatte dafür Auflagen von der EU-Kommission bekommen. Als sich die Lage etwas besserte, gab das Institut Garantien im Volumen von drei Milliarden Euro zurück - rückblickend ein fataler Fehler. Denn nun benötigt die Bank wieder stärkere Rückendeckung.

Von

rtr

Kommentare (5)

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oha

23.03.2013, 14:33 Uhr

Ausgerechnet die HSH "läßt" sich von der Schifffahrtskrise in die roten Zahlen drücken, jene, die Mittel eingeworben, geparkt und freigegeben hatte und just mitverantwortlich für eben die Schifffahrtskrise erscheinen muss?
Wenn jemand darüber eine Übersicht hatte - wer anderes als die HSH?

Rechtsstaat

23.03.2013, 15:34 Uhr

Der weltgrößte Schiffsfinanzierer produziert in der "Kernbank" schwarze Zahlen, nur bei der Schiffsfinanzierung Verluste? Was für ein inkompetentes Geschwafel...

Account gelöscht!

23.03.2013, 22:31 Uhr

So ein Unsinn, Kernbank soll Gewinn haben???

Frage: Was ist denn d9ei Kernbank??

Antwort: Alles was Freude bereitet und gut ist.

So einfach ist das. Insofern macht JEDE "Kernbank" immer beste Geschäfte. Es gibt nur leider gar keine "Kernbank" in der HSH. Es gibt nur die HSH insgesamt. Und die ist in übelem Zustand. Praktisch nicht überlebensfähig. Garantien der Länder werden von 7 auf 10 Mrd. erhöht und das reicht nicht. Die Länder denken darüber nach, "Schrott" aus der HSH zu übernehmen ......
Was ein Elend und was für schönfärberischen Lügen für die Presse ...

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