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25.01.2007

09:22 Uhr

Schimmelmann geht spätestens im Frühling 2008

Postbank sucht neuen Chef

VonSönke Iwersen und Christian Potthoff

Bei der Deutschen Postbank zeichnet sich ein Führungswechsel ab. Nach Angaben aus Finanzkreisen ist ein bereits ein Personalberater eingeschaltet, der einen Nachfolger für Vorstandschef Wulf von Schimmelmann suchen soll. Schimmelmann werde sein Amt spätestens mit Ablauf seines Vertrags Ende März 2008 aufgeben, heißt es. Weder die Postbank noch der Hauptaktionär Deutsche Post wollten sich dazu äußern.

Wulf von Schimmelmann. Foto: dpa dpa

Wulf von Schimmelmann. Foto: dpa

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Gerüchte über ein – möglicherweise sogar vorzeitiges – Ausscheiden Schimmelmanns kursieren in Frankfurter Finanzkreisen schon länger. Der Banker, der bereits seit 1999 an der Spitze des Instituts steht, feiert in wenigen Tagen seinen 60. Geburtstag. Ende November hatte er in einem Zeitungsinterview noch gesagt, es gebe keinen Grund für Spekulationen über einen Rücktritt in diesem Jahr.

Als Nachfolger Schimmelmanns käme aus dem eigenen Haus Wolfgang Klein in Frage. Der 1964 geborene Manager führt das Privatkundengeschäft, den mit Abstand wichtigsten Geschäftsbereich der Postbank. Dem Vorstand gehört er seit 2001 an. Ihm werden konzernintern gute Chance eingeräumt. Als externer Kandidat wird in Branchenkreisen immer wieder Martin Blessing, Vorstandsmitglied der Commerzbank, genannt. Der 43jährige Blessing, der derzeit das Mittelstandsgeschäft der zweitgrößten deutschen Bank verantwortet, gilt allerdings auch als Kronprinz von Commerzbankchef Klaus-Peter Müller. Dessen Vertrag läuft Mai 2010 aus.

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Unter Schimmelmanns Führung entwickelte sich die Postbank zu einer der erfolgreichsten Banken in Deutschland. Anders als die Frankfurter Großbanken verfügt sie über kein größeres Firmengeschäft sondern konzentriert sich fast ausschließlich auf Privatkunden. Mit über 14 Millionen Kunden verfügt sie über einen größeren Stamm als jede andere deutsche Bank. Viele Kunden sind allerdings wenig aktiv. 2005 übernahm die Postbank die Bausparkasse BHW.

An die Börse kam die Postbank im Sommer 2004. Seitdem flackern immer wieder Spekulationen auf, die Post könnte ihre profitable Tochter verkaufen. Bisher hat Postchef Klaus Zumwinkel einen solchen Schritt abgelehnt. Dennoch gehen viele Experten davon aus, dass sich die Post früher oder später von ihrer Tochter trennt, da eine Bank nicht so recht zum Profil eines Logistikkonzerns passt.

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