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12.09.2011

13:35 Uhr

Schuldenkrise

Die griechische Krankheit schwächt Frankreichs Banken

Das starke Engagement in Griechenland bringt den französischen Großbanken massive Kursverluste. Die Société Générale versucht, mit Radikalmaßnahmen zu beruhigen, ebenso Politiker und Notenbanker - doch vergebens.

Die Zentrale der Societe Generale in Paris Reuters

Die Zentrale der Societe Generale in Paris

ParisAngesichts neuer Spekulationen auf eine Pleite Griechenlands und der Furcht vor einer möglichen Abstufung durch die Ratingagentur Moody's geht es für französische Bankaktien weiter nach unten. Selbst die Beruhigungsversuche der Societe Generale am Montagmorgen änderten nichts daran. Bankchef Frederic Oudea beteuerte einmal mehr, dass sein Haus solide aufgestellt und das Engagement in den hoch verschuldeten Staaten der Eurozone gering sei. Zudem will er mit einem Stellenabbau und dem Verkauf von Sparten die Gewinne und die Kapitalbasis absichern.

Die französische Regierung versuchte unterdessen, die Lage zu beschwichtigen. Industrieminister Eric Besson wies eine Debatte über eine Teilverstaatlichung der Banken als voreilig zurück. „Es erscheint mir als vollkommen verfrüht und derzeit nicht relevant, diese Annahme ins Leben zu rufen“, sagte der Minister den Sendern RMC und BFM. Zentralbank-Chef Christian Noyer betonte, Frankreichs Geldhäuser seien der Lage gewachsen, egal wie sich die Situation in Griechenland entwickele. „Die französischen Banken haben werden Liquiditätssorgen, noch Solvenz-Probleme“, erklärte Noyer.

Bankaktien: Zwischen Hoffen und Bangen

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Zwischen Hoffen und Bangen

Die Kurse von vielen Großbanken sinken und sinken. Einige legen in den kommenden Tagen Zahlen vor. Anleger haben wohl Hoffnung, denn seit Jahresbeginn gibt es satte Kursgewinne für amerikanische Geldhäuser.

Doch das half am Montag alles nichts. Die Sorgen über eine mögliche Abstufung durch die Ratingagentur Moody's und die Gefahren einer Griechenland-Pleite zogen die Kurse der BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale erneut massiv nach unten. Die Papiere gehörten in den vergangenen Wochen ohnehin zu den größten Verlierern am Aktienmarkt. So sank der Marktwert der drei Großbanken seit Mitte Juli um rund 55 Prozent auf 55 Milliarden Euro. Selbst BNP Paribas, die lange Zeit als eine Gewinnerin der Finanzkrise 2008 galt, büßte rund 50 Prozent auf nur noch etwas mehr als 30 Milliarden Euro ein.

Der Kurs der Credit Agricole sank seit Mitte Juli um 55 Prozent, derjenige der Societe Generale gar um knapp 65 Prozent. Allesamt kosten die Papiere so wenig wie zuletzt Ende 2008 oder Anfang 2009, als die Kurse infolge der Lehman-Pleite eingebrochen waren. Das Papier der Societe Generale kostete am Montagmorgen so wenig wie seit Anfang der Neunziger Jahre nicht mehr.

Kommentare (4)

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einjosef1

12.09.2011, 13:59 Uhr

Die türkische Wirtschaft wächst um 8% und die zum Arbeiten zu stolzen Griechen streiken und warten auf die Auszahlung der nächsten Tranche der unerschöpflichen Rettungsschirmmilliarden. Die griechischen Politiker haben ihren Landsleute ein Jahrzehnt Superrenten und -gehälter gewährleistet, weil in der EU unermeßlich viel Geld da ist, das nur abgerufen werden muss.

Wachstum und Leben auf Pump geht nur solange wie andere Dumme das finanzieren.

Die Griechen sollten wieder lernen, nur zu konsumieren, was sie auch erwirtschaften.

Aber mit immer neuen und größeren Rettungsschirmen reisst man nur die Retter mit ins Verderben und schafft nur neue und größere Probleme.

Und die Deutschen und die Rettungsschirmkanzlerin müssen sich für die Milliarden Hilfen auch noch beschmipfen lassen.

Diesen Unsinn machen die Briten, die Dänen, die Norweger, die Tschechen usw. nicht mit

Pendler

12.09.2011, 14:16 Uhr

ist klar, ne


GR ist ein Krebsgeschwür
je später man es rausschenidet, um so größer die Gefahr der Metastasen-Streuung

Paradox

12.09.2011, 14:54 Uhr

Ich fürchte, dass die Metastasen bereits in den Finanztiteln wuchern und die Banken bald erliegen. Lehman II kommt bald.

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