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12.10.2011

11:36 Uhr

Schuldenkrise

Wieviel Kapital brauchen Europas Banken?

Die Politik treibt die Banken in die Enge. Aus Angst vor einer Kettenreaktion der Schuldenkrise fordert sie mehr Eigenkapital, eine Quote von neun Prozent ist im Gespräch. Nun schaltet sich auch die Bankenaufsicht ein.

Wie Gewitterwolken über der Skyline von Frankfurt hängen derzeit auch staatliche Zwangshilfen über der Bankenbranche. dapd

Wie Gewitterwolken über der Skyline von Frankfurt hängen derzeit auch staatliche Zwangshilfen über der Bankenbranche.

Die europäischen Aufsichtsbehörden und die Politik erhöhen den Druck auf die Banken. Sie sollen ihre Kapitalausstattung angesichts der verschärften Staatsschuldenkrise in Europa deutlich verbessern - und das könnte laut einem Bericht der „Financial Times“ auf eine Kernkapitalquote von neun Prozent hinauslaufen. Dafür wolle die EBA den Geldinstituten sechs bis neun Monate Zeit geben, danach müsse der Staat Geld in die Banken pumpen, berichtet die britische Zeitung. Laut Schätzungen der US-Bank Morgan Stanley, auf die sich das Blatt beruft, müssten die Banken bis zu 275 Milliarden Euro aufnehmen, um die höhere Marke zu erreichen.

In den Basel-III-Regeln, die Kreditinstitute besser für mögliche Krisen wappnen sollen, war ab Anfang 2019 eine Kernkapitalquote von über sieben Prozent vorgesehen. Bei ihrem Banken-Stresstest im Sommer hatte die EBA noch eine Kernkapitalquote von fünf Prozent gefordert.

Und die Welle rollt. Die EBA verschickte gestern Anfragen an die Banken, um von den Instituten aktuelle Daten zu ihrer Eigenkapitaldecke und den Staatsanleihebeständen zu erhalten, wie eine Sprecherin der Londoner Behörde dem Handelsblatt bestätigte. Auf dieser Basis soll die EBA einen aktualisierten Stresstest durchführen. Und der wird schärfer ausfallen als noch im Juli - und das nicht nur wegen einer höheren Messlatte für die Eigenkapitalquote. Zum anderen müssen die Banken diesmal Finanzkreisen zufolge ihre Staatsanleihen auf deren Marktwert von Ende September abschreiben. Diese Vorgabe gab es im Juli nicht. Für den Fall der Zahlungsunfähigkeit Griechenlands sollen die Banken zunächst aus eigener Kraft ihr Kapital erhöhen, etwa über einbehaltene Gewinne. Reicht das nicht aus, sollen die Institute auf staatliche Hilfen zurückgreifen.

Und neues Ungemach könnte den Banken von José Manuel Barroso drohen. Der EU-Kommissionspräsident will im Europaparlament Vorschläge für eine Stärkung der europäischen Banken machen. Wie Parlamentarier in Brüssel berichteten, dürfte der Behördenchef zudem Initiativen im Kampf gegen die gefährliche Schuldenkrise präsentieren, beispielsweise zur Stärkung des Krisenfonds EFSF. Barroso hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, die EU-Behörde werde Vorschläge zur Rekapitalisierung von Banken machen - und letztlich damit den Druck auf die Institute erhöhen.

Kommentare (7)

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Medienmanipulation

12.10.2011, 11:47 Uhr

Wieviel Kapital brauchen Europas Banken?

Ist das ein schlechter Witz???

Werden in den Medien absichtlich die falschen Fragen gestellt???

Sind die privaten Konzernmedien da um uns zu informieren oder um uns abzulenken und eine bestimmte Meinung einzutrichtern?

Wem gehören eigentlich weltweit die Medien AGs???
Den Banken???

Wer die Information kontrolliert, kontrolliert alles!!!

Sind Politiker, Konzern- und Medienbosse nur Marionetten der globalen Hochfinanz?

Wer die Grundursache unserer Probleme verstehen will sollte unser Schuldgeldsystem analysieren.

Die wichtigste Frage lautet: Wie entsteht Geld?

Schaffen Banken Geld aus dem nichts??

Hat der Staat den privaten Geschäftsbanken das Monopol der Geldschöpfung erteilt?

Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken Geld aus dem nichts schöpfen können?

Gehört die Welt ( Medienkonzerne, Energiekonzerne, Lebensmittelkonzerne, Pharmakonzerne, etc. ) den Banken?

Wessen Interessen vertreten unsere Politiker, während sie das Geldsystem niemals hinterfragen?

Welches Problem entsteht, wenn die Geldmenge verzinst wird und es keine neuen Schuldner gibt die die Zinsen zahlen?

Ist die weltweite Verschuldung Systembedingt?

Ist unser Zinsgeldsystem die Ursache für die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich?

Werden wir vom Staat und den privaten Banken ausgebeutet?


Wer wissen will in was für einer manipulierten Scheinwelt wir leben, sollte folgende Seite besuchen:

www.steuerboykott.org

Exil

12.10.2011, 12:30 Uhr

Viele Fragen....aber m.E. in die falsche Richtung.

Haben sie seit Beginn der Eurokrise in Deutschland oder Europa von einem Politiker gehört, dass ab sofort Neuverschuldung von Staaten verboten ist, sondern es nur noch ausgelichene Haushalte inclusive Schuldentilgung und Rückstellungen für Garantien/Pensionen etc. gibt?

Ich nicht. Das ist m.E. die Ursache für unsere Probleme.

spielgeld

12.10.2011, 12:37 Uhr

Wieso findet mithilfe der Banken eine systemische Vermögensverlagerung von Arm nach Reich statt? Wieso muss das System scheitern? Aber wieso ist unser System nicht "alternativlos"? Weil wir ein transparentes Wirtschaftssystem einführen können. Transparenz führt zu Ehrlichkeit. Ehrlichkeit führt zu Wohltand - für alle Menschen auf der Welt! Aus dem Buch "Spielgeld - ein neues Wirtschaftssystem". Dort geht es um Lösungen!

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