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04.03.2014

11:38 Uhr

Schwaches erstes Quartal

Wall-Street-Banken fürchten weiteren Aderlass

Die Handelserträge amerikanischer Banken bieten keine Aussicht auf Besserung. Anleger befürchten die vierte Abschwächung in Folge. Die Ankündigungen von Citigroup und JP Morgan lassen die Aktienkurse sinken.

Die Anleger an der amerikanischen Börse sind von den drohenden Zahlen von Citigroup und JP Morgan beunruhigt. dpa

Die Anleger an der amerikanischen Börse sind von den drohenden Zahlen von Citigroup und JP Morgan beunruhigt.

New YorkCitigroup und JP Morgan bereiten ihre Investoren für das erste Quartal auf einen weiteren Rückgang beim Handelsergebnis vor. Es wäre bereits die vierte Abschwächung in Folge – und das in einem Zeitraum, in dem die Investmentbanken üblicherweise im Handel am meisten verdienen.

Citigroup-Finanzvorstand John Gerspach sagte am Montag, seine Bank rechne mit einem Rückgang der Handelserträge im „hohen mittleren Zehnprozent-Bereich”. Weniger als eine Woche zuvor hatte JP Morgan-Chef Jamie Dimon mitgeteilt, die Erträge im Bereich Aktien und Festverzinsliche seien um rund 15 Prozent gesunken. Falls die Erträge bei den neun größten Banken in diesem Ausmaß zurückgehen, würde das den Einbruch seit dem ersten Quartal 2010 auf 36 Prozent vergrößern.

„Das hört sich nach einem weiteren Aderlass an der Wall Street an”, sagte Jeff Davis, Managing Director Finanzinstitute bei der Beratungsgesellschaft Mercer Capital in Nashville. „Was wir sehen, ist eine Folge davon, dass die Investoren Angst vor Bonds haben, weil die Aussichten so schlecht sind. Niemand, mit dem ich gesprochen habe, will mehr Bonds in sein Portfolio nehmen”, ergänzte er.

Die Bankkunden handeln weniger, da die US-Notenbank ihre monatlichen Anleihekäufe zurückfährt und die Investoren auf steigende Zinsen vorbereitet. Am Aktienmarkt ist ein globaler Index auf Montag auf den tiefsten Stand seit einem Monat gesunken, was den Zuwachs für dieses Jahr ausradierte. Die Unsicherheiten um die Situation in der Ukraine und die russische Militärpräsenz auf der Krim hatten zu einem Ausverkauf an den Schwellenländerbörsen geführt.

Der Aktienkurs von JPMorgan ist seit den Äußerungen von Dimon am 25. Februar um 3,1 Prozent gefallen. Aktien von Citigroup verbilligten sich am Montag um 2,1 Prozent.

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