Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.09.2016

16:56 Uhr

Schweiz

Klage gegen UBS-Banker nach Verkauf von Steuer-CD

Juristisches Nachspiel für den Verkauf einer CD an die deutschen Behörden: Die Schweizer Bundesanwaltschaft wirft einem Ex-Mitarbeiter der Bank UBS vor, das Geschäfts- und Bankgeheimnis verletzt zu haben.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Großbank soll anderen Geschäftsgeheimnisse zugänglich gemacht haben. AFP; Files; Francois Guillot

UBS-Gebäude in Zürich

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Großbank soll anderen Geschäftsgeheimnisse zugänglich gemacht haben.

Der Verkauf einer CD mit Informationen über Steuersünder an die deutschen Behörden hat für den Datendieb ein juristisches Nachspiel: Die Schweizer Bundesanwaltschaft wirft dem Ex-Mitarbeiter der Großbank UBS vor, Geschäftsgeheimnisse anderen zugänglich gemacht zu haben. Die Anklage laute unter anderem auf Verletzung des Geschäfts- und Bankgeheimnisses, erklärte die Behörde am Dienstag. Sie bestätigte damit einem Bericht des „Tages-Anzeiger“. Die Bundesanwaltschaft habe die Anklageschrift im Juli beim Bundesstrafgericht eingereicht.

UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber: „Die einzige Möglichkeit: freiwillig länger arbeiten“

UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber

Premium „Die einzige Möglichkeit: freiwillig länger arbeiten“

Axel Weber führte die Deutsche Bundesbank und ist jetzt Verwaltungsratschef der Großbank UBS. Er zeigt den Trend zu langfristig niedrigen Realzinsen auf und begründet so, dass Menschen künftig länger arbeiten müssen.

Im Kern geht es dabei um Datensätze zu insgesamt 3,5 Milliarden Franken schweren Kundenvermögen, das der ehemalige UBS-Mitarbeiter an Nordrhein-Westfalen verkauft hat. Die Großbank hatte in diesem Zusammenhang für einen Abschluss des Steuersünder-Verfahrens bei der Staatsanwaltschaft Bochum rund 300 Millionen Euro bezahlt. UBS wollte sich zu der Anklage gegen den Ex-Mitarbeiter nicht äußern.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×