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11.02.2016

14:24 Uhr

Schweizer Bank

UBS will Einkommenslücken bei Frauen schließen

Erst stellt die UBS ihre Investmentbanker auf eine Nullrunde ein, nun will das Institut Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen angehen. Bei Einstellungen will die Großbank weibliche Kräfte künftig bevorzugen.

In London, dem Investmentbanking-Standort Nummer eins in Europa, verdienen weibliche Investmentbanker rund 55 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Reuters

Große Unterschiede

In London, dem Investmentbanking-Standort Nummer eins in Europa, verdienen weibliche Investmentbanker rund 55 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

London/New YorkDie Schweizer Großbank UBS will Insidern zufolge etwaige Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen im Investmentbanking angehen. Das Institut nehme dafür die Bezüge ihrer Angestellten in der Sparte unter die Lupe, sagten mehrere mit dem Vorgehen vertraute Personen.

Insidern zufolge hat die Schweizer Bank die Grundgehälter im Investmentbanking eingefroren, das Institut will deren Entwicklung im zweiten Quartal aber nochmals prüfen. Dabei werde neben dem Marktumfeld und der persönlichen Leistung auch der Behandlung von Männern und Frauen besonderes Augenmerk zukommen, sagten die Insider. UBS-Manager würden angehalten sicherzustellen, dass Männer und Frauen gleich entlohnt werden. Sollte es Unterschiede geben, wolle die Bank diese Lücken schließen. Zudem wolle das Institut künftig mehr Frauen anstellen. Ein UBS-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

In Großbritannien, wo viele Banken ihre Investmentbank-Aktivitäten angesiedelt haben, verdienen Frauen im Finanzbereich einer Erhebung zufolge durchschnittlich 55 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Zudem bekleiden sie deutlich seltener hohe Führungspositionen.

Von

rtr

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