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22.03.2017

13:59 Uhr

Schweizer Banken

UBS verlangt höhere Strafzinsen von Millionären

Die Schweizer Großbank wird künftig nicht mehr nur dann Strafgebühren verlangen, wenn reiche Privatkunden ihr Geld in Franken bei der UBS parken. Ab Mail sind auch Inhaber von Euro-Konten betroffen.

Die Schweizer Bank erhebt weiter Strafzinsen für reiche Kunden. Reuters, Sascha Rheker

UBS

Die Schweizer Bank erhebt weiter Strafzinsen für reiche Kunden.

ZürichViele reiche Kunden der Schweizer Großbank UBS halten weiterhin die Füße still. „Von den USA über Europa bis nach Asien sind viele geopolitische und makroökonomische Fragen offen und veranlassen unsere Kunden, bei ihren Anlageentscheidungen immer noch vorsichtig zu agieren“, sagte Konzernchef Sergio Ermotti am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz. „Offen gesagt hat sich seit unseren Äußerungen zum Ausblick im vierten Quartal nichts geändert.“ Im Schlussquartal 2016 hatten reiche Kunden Milliarden abgezogen. Ende Januar hatte der weltgrößte Vermögensverwalter auch in Aussicht gestellt, dass das Wachstum der Neugelder im laufenden Jahr wegen des Abzugs von unversteuerten Geldern am unteren Ende des Zielbands von drei bis fünf Prozent liegen dürfte.

Nun kündigen die Schweizer allerdings eine Ausweitung der Negativzinsen auf eine weitere Kundengruppe an. Ab Mai müssen europäische Kunden auf Bankguthaben von mehr als einer Million Euro eine Gebühr von jährlich 0,6 Prozent entrichten, wie der weltgrößte Vermögensverwalter am Mittwoch mitteilte und damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte. Die UBS begründete den Schritt mit den 2014 von der Europäischen Zentralbank eingeführten Negativzinsen, die seitdem drei Mal weiter gesenkt wurden. Dies habe für die Bankbranche zu erhöhten Kosten geführt.

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Bisher hatte die UBS auf Franken-Konten Negativzinsen an Großkunden, Firmenkunden und reiche Privatkunden weitergereicht. Hintergrund der Maßnahme sind die Strafzinsen von 0,75 Prozent, die die Schweizerische Notenbank (SNB) seit Anfang 2015 ab einer gewissen Freigrenze auf bei ihr geparkte Einlagen erhebt. Die SNB will mit den Negativzinsen den Franken unattraktiv für Investoren machen und somit eine weitere Aufwertung verhindern.

Von

rtr

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