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22.07.2014

09:36 Uhr

Schweizer Großbank

Credit Suisse mit Verlust nach US-Strafe

Ein Vergleich mit US-Behörden drückt das Ergebnis der Credit Suisse. Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung hatte das Geldhaus eine hohe Strafe zahlen müssen. Die ursprünglichen Rückstellungen hatten das nicht gedeckt.

Ampel vor einem Credit-Suisse-Gebäude: Das Bankinstitut soll bei Steuerhinterziehung unterstützt haben. Reuters

Ampel vor einem Credit-Suisse-Gebäude: Das Bankinstitut soll bei Steuerhinterziehung unterstützt haben.

ZürichDas Milliarden-Bußgeld in den USA hat die Credit Suisse im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Die zweitgrößte Schweizer Bank verbuchte ein Minus von 700 Millionen Franken (576 Millionen Euro) - das ist der höchste Verlust seit der Lehman-Krise von 2008. Die Geldstrafe für Beihilfe zur Steuerhinterziehung belastete das Ergebnis dabei allein mit 1,6 Milliarden Franken, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Im Investmentbanking schlug sich die Bank dagegen besser als die meisten Konkurrenten und verhinderte so einen noch größeren Fehlbetrag. Vor Jahresfrist hatte das Geldhaus einen Quartalsgewinn von 1,05 Milliarden Franken eingefahren.

Credit Suisse hatte den jahrelangen Steuerstreit mit den USA im Mai mit der Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar beigelegt. Die Bank hatte sich schuldig bekannt, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Experten hatten nicht ausgeschlossen, dass sich daraufhin der eine oder andere Geschäftskunde nach einer anderen Bank umsehen könnte.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich nun offenbar nicht. "Dank des anhaltenden Vertrauens und der Unterstützung unserer Kunden haben sich die Auswirkungen der Einigung auf unser Geschäft in engen Grenzen gehalten", erklärte Konzernchef Brady Dougan. Die Entwicklung der verwalteten Vermögen untermauerte diese Aussage. So sammelte die Bank zehn Milliarden Franken neues Geld ein.

Während das üblicherweise stabile Private Banking für den Konzernverlust verantwortlich war, übertraf das Investmentbanking die Erwartungen von Analysten. Die Sparte konnte den Vorsteuergewinn im zweiten Quartal mit 752 Millionen Franken praktisch halten.

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