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28.03.2017

08:50 Uhr

Schweizer Großbank

Credit Suisse will zügig über Kapitalpläne entscheiden

Wie wird die Credit Suisse ihre Kapitaldecke aufpolstern? Auf einer Anlage-Konferenz der Schweizer Großbank in Hongkong kündigte Konzernchef Tidjane Thiam an, so schnell wie möglich Klarheit darüber zu schaffen.

„Wir arbeiten fleißig daran, aber da das eine komplexe Entscheidung ist, wollen wir uns genügend Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass wir eine wohlüberlegte Antwort geben“, sagt Konzernchef Tidjane Thiam. Reuters, Sascha Rheker

Credit Suisse

„Wir arbeiten fleißig daran, aber da das eine komplexe Entscheidung ist, wollen wir uns genügend Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass wir eine wohlüberlegte Antwort geben“, sagt Konzernchef Tidjane Thiam.

HongkongDie Schweizer Großbank Credit Suisse will so bald wie möglich entscheiden, wie sie ihre Kapitaldecke aufpolstert. „Wir verstehen, dass der Markt Klarheit braucht und wir wollen die unbedingt liefern“, sagte Konzernchef Tidjane Thiam am Dienstag auf einer Anlage-Konferenz des Instituts in Hongkong.

„Wir arbeiten fleißig daran, aber da das eine komplexe Entscheidung ist, wollen wir uns genügend Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass wir eine wohlüberlegte Antwort geben.“ Reuters hatte vergangene Woche berichtet, dass Credit Suisse die Bilanz durch eine Kapitalerhöhung und nicht wie ursprünglich geplant durch einen Teil-Börsengang der Schweiz-Tochter stärken könnte.

Tidjane Thiam: Der ungeliebte Sanierer der Credit Suisse

Tidjane Thiam

Premium Der ungeliebte Sanierer der Credit Suisse

Tidjane Thiam, Vorstandschef der Großbank Credit Suisse, pocht auf seine Vergütung. Dabei muss das Institut derzeit eisern sparen. Die anfängliche Euphorie nach seinem Amtsantritt ist gänzlich verflogen.

Thiam, der das Steuer bei der zweitgrößten Schweizer Bank Mitte 2015 übernahm, ist dabei, das Wertpapier-Geschäft zu stutzen und stärker auf die Vermögensverwaltung zu setzen. Im asiatischen Aktien-Handel, der zur Zeit unter schwierigen Marktbedingungen leidet, dürfte der Abbau vorerst weitergehen. „Die (Aktien-)Plattform muss eine Größe habe, die der Nachfrage von heute und nicht derjenigen in fünf oder zehn Jahren entspricht“, erklärte Thiam. Die Bank werde die Restrukturierung des ersten Quartals im zweiten Quartal fortsetzen. „Hoffentlich wird danach das meiste gemacht sein.“

Thiam war als Sanierer zur Credit Suisse geholt worden, ist selbst aber nicht unumstritten. Trotz eines eisernen Sparprogramms der Bank pocht Thiam auf seine Vergütung, die deutlich etwa über derjenigen von Deutsche-Bank-Chef John Cryan liegt.

Von

rtr

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