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13.02.2017

12:34 Uhr

Schweizer Großbank UBS

Gute Geschäfte in Russland

Die Schweizer Großbank UBS macht gute Geschäfte im sanktionierten Russland – und profitiert dabei von der US-Wahl: Die Sieg Trumps hatte zu Zugewinnen bei vielen russischen Anlageklassen geführt.

Das Schweizer Geldhaus würde es begrüßen, wenn es der neuen US-Regierung gelänge, die die Beziehungen mit Russland zu normalisieren oder zu verbessern. Reuters, Sascha Rheker

Logo der Schweizer Großbank UBS

Das Schweizer Geldhaus würde es begrüßen, wenn es der neuen US-Regierung gelänge, die die Beziehungen mit Russland zu normalisieren oder zu verbessern.

MoskauDie UBS Group fühlt sich nach eigenen Angaben langsam wohler dabei, Geschäfte in der sanktionierten Nation Russland zu machen. Und sollte es zu einer Annäherung der Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump kommen, werde sie in diesem Punkt sogar noch positiver eingestellt sein. Der Schweizer Finanzkonzern ist sowohl mit Investmentbanking als auch Vermögensverwaltung in dem Land vertreten.

„Als die Sanktionen anfangs eingeführt wurden, waren wir ein bisschen restriktiver. Aber jetzt haben wir mehr Erfahrung, wie Sanktionen funktionieren. Von daher können wir etwas offener sein“, sagt Hendrik Geldenhuys, bei UBS Wealth Management der Chef für Mittel- und Osteuropa, in einem Interview mit Bloomberg. „Falls die neue US-Regierung den Weg einschlägt, die Beziehungen mit Russland zu normalisieren oder zu verbessern, wäre das etwas, das wir offensichtlich begrüßen würden. Doch wir befinden uns noch am Anfang.“

Der Sieg von Donald Trump bei den USA-Wahlen hatte zu Zugewinnen bei vielen russischen Anlageklassen geführt – von Aktien bis hin zum Rubel. Dahinter standen Spekulationen, dass die neue US-Regierung ihr Verhältnis zu Moskau verbessern werde. Dies, im Zusammenspiel mit einer 20-Prozent-Rally beim Ölpreis nach der Entscheidung der Opec im November, die Förderung zu verringern, sorgte auch für einen Aufschwung bei russischen Anleihen- und Aktien-Transaktionen.

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UBS war bei einer Vielzahl davon beteiligt, darunter die Dollar-Anleiheemission von United Co. Rusal im vergangenen Monat, der Verkauf einer Beteiligung an einer italienischen Raffinerie durch den Ölkonzern Rosneft PJSC und die Schweizer-Franken-Anleiheemission des staatlichen Gasgiganten Gazprom PJSC im vergangenen November. UBS hatte die Stellung in Russland gehalten, während eine Rezession und eine Verlangsamung bei der Transaktions-Aktivität in den vergangenen zwei Jahren Wettbewerber wie Credit Suisse Group AG und Deutsche Bank AG zu einem Rückbau ihrer Geschäfte veranlassten.

„Unsere Kompetenz liegt in den weltweiten Märkten“

Die Bank hatte zuletzt ihr lokales Vermögensverwaltungs-Team unter der Führung von Ilya Solarev ausgebaut. Geldenhuys zufolge lassen sich mehr reiche russische Kunden in Moskau zu ihren Anlagen beraten. Die Herausforderung bestehe im Moment darin, diese Kunden dazu zu bringen, ihre Bareinlagen aufzugeben und ihre Investments auf ein breiteres Fundament zu stellen.

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„Kunden können sich immer dafür entscheiden, über uns in russische Anlageklassen zu investieren, doch unsere Kompetenz liegt in den weltweiten Märkten“, sagt Geldenhuys. „Kunden steigen zwar aus Barmitteln aus, doch es gilt, noch einen weiten Weg zurückzulegen.“ Wie Geldenhuys weiter berichtet, gibt es bei UBS Wealth Management die Regel, keine russischen Staatsvertreter als Kunden an Bord zu holen. Denn laut russischem Gesetz dürften Staatsvertreter keine Anlagen im Ausland halten.

Das UBS-Handelsgeschäft in Moskau besteht aus einer auf Aktien und Devisen ausgerichteten Sales- und Brooker-Abteilung. Und es gibt im Moment „keine Pläne“, das Handelsgeschäft im Bereich Festverzinsliche auszubauen, sagt Geldenhuys. Derartige Transaktionen könnten schließlich auch über andere UBS-Niederlassungen getätigt werden.

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