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17.08.2014

14:05 Uhr

Schweizer Raiffeisen-Bank

Genossen wollen mehr Vermögen verwalten

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte die Raiffeisen-Bank am Mittwoch als systemrelevant eingestuft. Nun denkt deren Chef laut über Zukäufe nach.

Reflektion einer Kundin im Fenster einer Raiffeisen-Bank-Filiale in Zürich: Die Genossenschaftsbank steht künftig unter strengerer Beobachtung der Nationalbank (SNB), nachdem sie als systemrelevant eingestuft wurde. Reuters

Reflektion einer Kundin im Fenster einer Raiffeisen-Bank-Filiale in Zürich: Die Genossenschaftsbank steht künftig unter strengerer Beobachtung der Nationalbank (SNB), nachdem sie als systemrelevant eingestuft wurde.

ZürichDie Schweizer Raiffeisen-Bank zeigt sich offen für Übernahmen. „Wir schauen uns alles an, was auf den Markt kommt“, sagte Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz der Schweizer Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Grundsätzlich könne die Bank sowohl in der Vermögensverwaltung als auch im Geschäft mit reichen Privatkunden (Private Banking) zukaufen. Wegen Unsicherheiten bei Steuerfragen seien Übernahmen in der Vermögensverwaltung einfacher. „Zusätzliche verwaltete Vermögen von 20 bis 30 Milliarden Franken sind durchaus denkbar.“

Derzeit verwalte die Notenstein Privatbank Vermögen von 21 Milliarden Franken (17,4 Milliarden Euro), hinzu kämen rund neun Milliarden der Asset-Management-Gesellschaft TCMG. Eine Übernahme des internationalen Geschäfts der Privatbank Coutts schloss Vincenz weitgehend aus. Die Größe würde zwar stimmen. „Offenbar ist dieses Dossier allerdings aus einer ganzen Reihe von Gründen sehr komplex. Das ist wohl nichts für uns“, sagte Vincenz.

Die britische RBS hat Coutts zum Verkauf gestellt und könnte damit bis zu eine Milliarde Franken einnehmen, wie ein Insider vor wenigen Tagen der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte Raiffeisen am Mittwoch als systemrelevant eingestuft. Vincenz ließ offen, welche zusätzlichen Anforderungen nun möglicherweise auf die Bank zukommen.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Das werde Thema der Gespräche mit der Bankenaufsicht Finma, die aber noch nicht begonnen hätten, sagte der Raiffeisen-Chef. Durch die Einstufung als systemrelevant werde sich nichts an der Wachstums- und Diversifikationsstrategie der Bank ändern. „Im Rahmen dieser Strategie haben wir in Bereichen investiert, die weniger Kapital beanspruchen als das traditionelle Hypothekargeschäft. Das muss im Interesse der Nationalbank sein“, sagte Vincenz.

Von

rtr

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