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02.02.2016

09:45 Uhr

Schweizerische Bank

UBS kann Anleger mit Dividende nicht trösten

VonHolger Alich

Die Schweizer Großbank UBS hat mit 5,57 Milliarden Euro den höchsten Gewinn seit fünf Jahren erwirtschaftet. Doch die Zahlen trügen, ganz so gut geht es der Bank nicht. Die Aktie stürzt am Morgen ab.

Die UBS-Zahlen sind gut, aber die Anleger sind nicht nur überzeugt. dpa

Schweizer Großbank

Die UBS-Zahlen sind gut, aber die Anleger sind nicht nur überzeugt.

ZürichAuf den ersten Blick sehen die UBS-Zahlen glänzend aus: Der Konzerngewinn hat sich fast verdoppelt und stieg von 3,5 auf 6,2 Milliarden Franken. Mit Blick auf das Gesamtjahr trugen geringere Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie bessere Erträge der Investmentbank zum Ergebnis-Plus bei. Doch es gibt auch Schwachpunkte im Zahlenwerk, vor allem im vierten Quartal. Die Aktie verliert in der Eröffnung sieben Prozent.

Im vierten Quartal steigerte UBS den Reingewinn zwar von 858 auf 949 Millionen Franken, was über den Analystenerwartungen lag. Doch diese Zahl ist von zahlreichen Sondereffekten wie Auflösung von Steuerrückstellungen verzerrt. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn hat sich fast halbiert und erreichte 234 Millionen Franken. Analysten hatten im Schnitt mit 337 Millionen Franken gerechnet.

„Ein Blick auf die Segmente zeigt, dass die wichtigen Segmente wie Wealth Management und Investmentbank enttäuscht haben“, kommentierte Andreas Brun von der Zürcher Kantonalbank. „Dies war das schwierigste Quartal seit vielen Jahren“, erklärte Bank-Chef Sergio Ermotti in einer Telefonkonferenz.

So stürzte der Vorsteuergewinn der Kernsparte Wealth Management von 646 Millionen Franken ab auf nur noch 344 Franken Millionen Franken. UBS litt dabei unter den Marktturbulenzen: Die Kunden handelten weniger und zogen Gelder ab.

Insgesamt verlor die Sparte 3,4 Milliarden Franken, unter anderem von Kunden aus Schwellenländern. Zudem war die Sparte durch Mittelabflüsse belastet, da Kunden nach wie vor ihre Gelder dem Fiskus deklarierten und Steuern nachzahlen. Analysten hatten dagegen mit positivem Neugeld-Zufluss gerechnet. Auch Julius Bär hatte am Vortag von einer Belebung beim Neugeldzufluss im zweiten Halbjahr gesprochen.

Die UBS hat gute Zahlen für 2015 vorgelegt. Reuters

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Die UBS hat gute Zahlen für 2015 vorgelegt.

In den USA wieder ergibt sich ein komplett anderes Bild: Die Vermögensverwaltung in den Vereinigten Staaten, die in einer eigenen Sparte verfasst ist, verbuchte einen sehr starken Neugeld-Zuwachs von fast 17 Milliarden Dollar. UBS profitierte hier davon, dass Credit Suisse ihre US-Vermögensverwaltung aufgibt und Berater daher in Scharen zu UBS übergelaufen ist. Credit Suisse wirft UBS geschäftsschädigendes Verhalten vor und verklagte die Schweizer Konkurrentin vor Gericht.

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