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30.08.2011

13:38 Uhr

Sinkende Gewinne

WGZ vor schwerem zweiten Halbjahr

Das Umfeld der WGZ bleibt schwierig und führt zu schlechten Erwartungen. Gerade die Gewinnerwartungen fallen deutlich geringer aus. Es wird befürchtet, dass die Finanzkrise auf die Realwirtschaft durchschlägt.

Die WGZ Bank in Düsseldorf. Pressebild

Die WGZ Bank in Düsseldorf.

DüsseldorfDie WGZ Bank macht sich wie ihre große Schwester DZ wenig Hoffnung auf stabile Gewinne in diesem Jahr. „Unser Umfeld ist nach wie vor schwierig“, sagte Vorstandschef Werner Böhnke am Dienstag. Das Spitzeninstitut für 205 nordrhein-westfälische Volks- und Raiffeisenbanken erwartet ein turbulentes zweites Halbjahr. Es sei zu befürchten, dass die Finanzkrise auf die Realwirtschaft übergreife und sich die Konjunktur abschwäche. Zudem seien die weiteren Belastungen der europäischen Staatsschuldenkrise nicht abzuschätzen.

Bereits im ersten Halbjahr schrieb das Institut auf sein Griechenland-Portfolio 85 Millionen Euro ab und wählte mit der Abschreibung auf den Marktwert wie die DZ Bank den konservativen Weg. „Damit haben wir auch zum 30.06.2011 die derzeitigen Wertbeeinträchtigungen der europäischen Staatsanleihen nahezu vollständig verarbeitet“, erläuterte Böhnke. Er gehe davon aus, mit der vorsichtigen Bilanzierung über Wertaufholungspotenzial zu verfügen.

Mit der Entwicklung des ersten Halbjahres zeigte sich Böhnke insgesamt zufrieden. Angesichts der Lage an den Märkten seien die erzielten Ergebnisse alles andere als selbstverständlich. Nach deutschem Bilanzstandard HGB verbuchte die Bank einen Anstieg des Überschusses um 16,7 Prozent auf 79,7 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn, der 2010 mit knapp 176 Millionen Euro eine Bestmarke erreicht hatte, schrumpfte indes um 13,4 Prozent auf 93,5 Millionen Euro. Bewertungsabschläge im Wertpapiergeschäft hatten zu einem knapp 50-prozentigen Rückgang des Nettoertrages im Handelsbestand auf 31,1 Millionen Euro geführt. Der Provisionsüberschuss legte um 12,6 Prozent auf rund 44 Millionen zu. Der Zinsüberschuss schrumpfte um 9,9 Prozent auf 157,5 Millionen Euro und liegt den Angaben zufolge über den Planungen. Die Risikovorsorge blieb mit 32,5 (Vorjahr: 85) Millionen Euro wegen des Rückgangs fauler Kredite im Zuge des Aufschwungs deutlich unter dem Vorjahreswert.

Von

rtr

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