Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2016

12:41 Uhr

Skandalbank Hypo Alpe Adria

Entscheidung aufgeschoben

In buchstäblich letzter Minute vertagte das Landgericht Frankfurt ihr Urteil im Streit um die Rückzahlung von Anleihen der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria. Für deren Abwicklungsbank geht es um die Existenz.

Halt auf freier Strecke: Die Kläger im Anleihestreit müssen weiter auf ein Urteil warten. Reuters

Logo der Hypo Alpe Adria

Halt auf freier Strecke: Die Kläger im Anleihestreit müssen weiter auf ein Urteil warten.

Im Milliardenstreit um Altlasten der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria hat das Frankfurter Landgericht seine Entscheidung vertagt. Am 9. Juni soll die mündliche Verhandlung wieder aufgenommen werden, erklärte die Kammer am Freitag. Grund sei der Antrag der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zur Unterbrechung des Verfahrens.

In dem Frankfurter Prozess klagt die FMS Wertmanagement, die „Bad Bank“ des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE), auf Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen (Az.: 2-12 O 114/15). Die Hypo-Alpe-Abwicklungsanstalt Heta verweigert dies mit Hinweis auf einen von Österreich verfügten Zahlungsstopp.

Klage gegen die Abwicklungsbank: Heta fürchtet die Insolvenz

Klage gegen die Abwicklungsbank

Heta fürchtet die Insolvenz

Heta-CEO Prinz von Schoenaich-Carolath stellt klar: Die Abwicklungsbank der Hypo Alpe Adria will nicht Opfer der Hypo Real Estate werden. Das Landgericht entscheidet am Freitag über die Klage der Frankfurter Bad Bank.

Würde das Gericht zugunsten des Klägers entscheiden, hätte dies für die Heta existenzielle Folgen: „Wir befürchten einen durch das Urteil in Gang gesetzten Prozess, der unbeabsichtigt zur Insolvenz der Heta führen kann“, sagte Heta-CEO Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath dem Handelsblatt in Wien. „Die vorläufige Vollstreckbarkeit der Entscheidung des Landgerichts Frankfurt birgt die Gefahr, die Heta in die Insolvenz zu schicken. Das wäre für die Gläubiger der Heta fatal.“

Bei einer Insolvenz würden alle Gläubiger schlechter dastehen als bei einer geordneten Abwicklung.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×