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27.06.2012

14:56 Uhr

Skandalbanker

Staatsanwalt fordert Haft für Kerviel

Exemplarisch und abschreckend soll die Strafe für den 35-Jährigen Skandalbanker Jérôme Kerviel sein. Das fordert die Staatsanwaltschaft im Pariser Berufungsprozess um hochspekulative Börsengeschäfte.

Der Skandalbanker Jerome Kerviel bei seiner Ankunft in einem Pariser Gericht. dpa

Der Skandalbanker Jerome Kerviel bei seiner Ankunft in einem Pariser Gericht.

ParisIm Berufungsprozess gegen den französischen Skandalbanker Jérôme Kerviel hat die Staatsanwaltschaft eine fünfjährige Haftstrafe ohne Bewährung gefordert. Die Strafe solle "exemplarisch und abschreckend" sein, sagte Staatsanwalt Dominique Gaillardot am Mittwoch in Paris. Er bezeichnete den 35-Jährigen Banker als "pervers und manipulierend".

Im Herbst 2010 war Kerviel in erster Instanz zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, von denen allerdings zwei auf Bewährung ausgesetzt werden sollten. Außerdem ordnete das Gericht einen Schadenersatz an Kerviels früheren Arbeitgeber, die Société Générale, in Höhe von 4,9 Milliarden Euro an. Dies entspricht dem Verlust, den Kerviel der Bank mit seinen hochspekulativen Börsengeschäften verursacht hat.
Allerdings erhielt die zweitgrößte französische Bank 1,7 Milliarden Euro der Schadenssumme durch Steuererleichterungen wieder zurück. Ein Anwalt des Geldinstituts bestätigte am Montag vor Gericht dennoch die Schadensersatzansprüche von 4,9 Milliarden Euro. Der Berufungsprozess geht am Freitag zu Ende, mit dem Urteil wird erst später gerechnet.

Von

afp

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