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29.06.2013

13:18 Uhr

„Slumlord“-Streit

Deutsche Bank zahlt keine Entschädigung an L.A.

In ihrem „Slumlord“ Streit um Wohnungsräumungen hat sich die Deutsche Bank mit Los Angeles auf einen Vergleich geeinigt. Die Stadt bekommt zehn Millionen Dollar Ausgleichzahlungen. Die Deutsche Bank zahlt nichts.

Vor einem Haus in Kalifornien steht ein Schild mit der Aufschrift „zu verkaufen“ und „Eigentum der Bank“. Der Deutschen Bank wurde vorgeworfen, nach Zwangsräumungen Häuser verfallen zu lassen. ap

Vor einem Haus in Kalifornien steht ein Schild mit der Aufschrift „zu verkaufen“ und „Eigentum der Bank“. Der Deutschen Bank wurde vorgeworfen, nach Zwangsräumungen Häuser verfallen zu lassen.

FrankfurtDie Deutsche Bank hat ihren Streit mit der Stadt Los Angeles um Zwangsräumungen von Wohnungen beigelegt. „Die Deutsche Bank freut sich, dass sie die beteiligten Parteien an einen Tisch bringen und damit Hilfestellung leisten konnte, dass für die Stadt Los Angeles eine Einigung in dieser Angelegenheit erzielt werden konnte“, teilte das Geldhaus in der Nacht zum Samstag mit.

Die Deutsche Bank betonte, dass sie selbst keinen Beitrag zu der Ausgleichszahlung leiste, sondern die Entschädigung an die Stadt von den Forderungsverwaltern und den Trusts, die die Immobilien halten, gezahlt werde. „Wie die Bank immer deutlich gemacht hat, sind die Forderungsverwalter für den Erhalt der unter Zwangsvollstreckung stehenden Wohnhäuser verantwortlich“, hieß es in der Mitteilung. Die Summe, die gezahlt werde, beläuft sich nach Angaben der Stadt Los Angeles auf zehn Millionen Dollar.

In der Klage aus dem Frühjahr 2011 warf Los Angeles der Deutschen Bank vor, über Tochterunternehmen einer der größten „Slumlords“ der Stadt zu sein. Die Deutsche Bank habe viele Menschen nach dem Platzen der US-Immobilienblase zu Unrecht aus ihren Häusern vertrieben und danach Hunderte Anwesen verfallen lassen. Das führe gerade in ärmeren Vierteln der Stadt zu einer höheren Kriminalität als vor der Finanzkrise - mit entsprechend steigenden Ausgaben für den Steuerzahler.

Die Deutsche Bank hatte dagegen den Standpunkt vertreten, dass sich die Klage an die falsche Adresse richte. Denn nicht die finanzierende Bank sei für den Zustand der Anwesen verantwortlich, sondern die sogenannten „Servicer“ - also Firmen, die als Dritte zwischen den Banken und den Kunden vermitteln, indem sie die Ratenzahlungen für Hypotheken eintreiben und bei Kreditausfällen die Zwangsräumungen einleiten. Unmittelbar nach dem Crash auf dem US-Häusermarkt war das Geschäft dieser Dienstleister sehr lukrativ, denn sie kassierten dafür hohe Gebühren. Doch nach dem öffentlichen Aufschrei in vielen amerikanischen Großstädten hat die Regierung diese Geschäfte stark reglementiert.

Von

rtr

Kommentare (6)

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roterkaufmann

29.06.2013, 13:41 Uhr

eigentlich müßte die deutsche bank im außenverhältnis haften und sich das geld im innenverhältnis von ihren komplizen bei diesem "bankraub" wiederbeschaffen.

aber nichts geht über ganovenehre...

Account gelöscht!

29.06.2013, 16:13 Uhr

Wenn die Deutsch Bank auch nur einen Funken Anstand hätte - ich betone: hätte - dann würde sie sich an den Wiederherstellungskosten beteiligen.

Aber welcher Bankmanager hat schon Anstand. Die wissen ja noch nicht einmal wie man dieses Wort schreibt, geschweige denn, was es bedeutet (siehe auch diese beiden dumm-dreisten Irischen Banker).

Account gelöscht!

29.06.2013, 16:14 Uhr

Heisst natürlich: Deutsche Bank ...... wir wollen ja nichts unterschlagen.

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