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24.03.2017

16:01 Uhr

Smartphone-Bank

N26 will bis Jahresende 800.000 Kunden haben

VonElisabeth Atzler

Die Berliner Smartphone-Bank N26 hat ehrgeizige Ziele. In den nächsten Jahren will das Finanz-Start-up einige Million Kunden haben. Ende dieses Jahres könnten es schon 800.000 sein, sagt der N26-Chef.

Das Fintech-Startup N26 hat große Pläne für die Kundengewinnung. dpa

Smartphone als Bank

Das Fintech-Startup N26 hat große Pläne für die Kundengewinnung.

Frankfurt N26 zählt zu den Finanz-Start-ups, die etablierte Banken direkt angreifen. Mit Erfolg, wie die Berliner Firma vor wenigen Tagen zeigte. Die Smartphone-Bank verbucht nach eigenen Angaben mehr als 1.000 neue Kunden täglich und hat die Kundenzahl innerhalb eines Jahres auf 300.000 verdreifacht.

In diesem Tempo oder sogar noch schneller soll es weitergehen. „Bis Jahresende wollen wir 500.000 bis 800.000 Kunden haben“, kündigt N26-Chef und Firmengründer Valentin Stalf an. „Dieses Jahr geht es verstärkt um Wachstum, nachdem es letztes Jahr ganz wichtig war, die Banklizenz zu erhalten“, sagte er dem Handelsblatt. Stalf ist sich sicher, dass N26 in den nächsten Jahren „auf einige Millionen Kunden wachsen“ wird. Das Girokonto von N26 läuft allein über das Smartphone.

Die größten Banken Europas (nach Börsenwert)

Platz 22

Deutsche Bank

Deutschland

23,8 Milliarden Euro

Quelle: Bloomberg / Stand: 13.12.2016

Platz 10

BBVA

Spanien

41,8 Milliarden Euro

Platz 9

Nordea Bank

Dänemark

42,6 Milliarden Euro

Platz 8

Barclays

Großbritannien

46,1 Milliarden Euro

Platz 7

Lloyds Bank

Großbritannien

52,3 Milliarden Euro

Platz 6

ING

Niederlande

52,9 Milliarden Euro

Platz 5

Sberbank

Russland

58,3 Milliarden Euro

Platz 4

UBS

Schweiz

60,2 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

71,3 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

73,8 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

154,7 Milliarden Euro

Stalfs Unternehmen zählt zu den so genannten Fintechs. Während viele dieser jungen Finanztechnologiefirmen mit Banken kooperieren und auch auf die Zusammenarbeit angewiesen sind, ist N26 ein direkter Konkurrent. Angesichts des Wachstums wird N26 von den etablierten Geldhäusern genau beäugt. So versucht die Sparkassen-Finanzgruppe mit ihrer Konto-App Yomo dem Fintech Paroli zu bieten. Yomo aktuell aber noch in der Testphase.

N26 ist mittlerweile in 17 Ländern Europas aktiv. 30.000 Kunden hat die Bank beispielsweise inzwischen in Frankreich. Zwei Drittel der Kunden kommen bisher allerdings aus Deutschland. „Wir haben noch keinen richtigen Fokus auf das Marketing in anderen Ländern gesetzt, aber bauen jetzt Teams dafür in Frankreich, Spanien und Italien auf“, sagte Stalf.

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Die Smartphone-Bank N26 entwickelt sich immer stärker zu einem Konkurrenten von Banken und Kreditplattformen. Jetzt will sie auf eigene Rechnung auch Kredite vergeben. Ein Geschäft mit Risiken.

Mittlerweile hat die junge Bank, die Anfang 2015 gestartet ist und zunächst Number 26 hieß, die Dienstleistungspalette erweitert. Internationale Überweisungen sind möglich, in eigener Regie werden Konsumentenkredite bis zu 25.000 Euro vergeben. Bei Vermögensanlagen kooperiert N26 beispielsweise mit dem Fintech Vaamo.

Hier will Stalf nachlegen: „ Wir wollen auch die Produktpalette ausbauen und die vollen Dienstleistungen einer Bank anbieten. Wer Ende des Jahres ein N26-Konto eröffnet, soll alle typischen Bankdienstleistungen auch bekommen.“ Derzeit kooperiert die Smartphone-Bank neben Vaamo mit der Finanztechnologiefirma Transferwise, aber auch mit dem Versicherer Allianz. „Zudem werden wir bald mit drei weiteren Fintechs zusammenarbeiten.“

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