Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.11.2016

11:00 Uhr

Société Générale

Frankreich will von Großbank 2,2 Milliarden Euro zurück

Frankreich will von der Société Générale 2,2 Milliarden Euro an Steuererleichterungen zurück. Das französische Finanzministerium habe eine Rückforderung auf den Weg gebracht. Die Zahlung könnte die Dividenden gefährden.

Der französische Staat fordert einem Zeitungsbericht zufolge von der Großbank Societe Generale zunächst gewährte 2,2 Milliarden Euro an Steuererleichterungen zurück. dpa

Societe Generale

Der französische Staat fordert einem Zeitungsbericht zufolge von der Großbank Societe Generale zunächst gewährte 2,2 Milliarden Euro an Steuererleichterungen zurück.

ParisDer französische Staat fordert einem Zeitungsbericht zufolge von der Großbank Société Générale zunächst gewährte 2,2 Milliarden Euro an Steuererleichterungen zurück. Die Zeitung „Les Echos“ berichtete am Montag, das Finanzministerium habe eine entsprechende Rückforderung auf den Weg gebracht.

Die Regierung in Paris hatte sich den Schritt offengehalten, nachdem im September ein Gerichtsurteil gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Bank in einem Betrugsfall abgemildert worden war. Damals hatte ein Berufungsgericht den Ex-Investmentbanker Jerome Kerviel lediglich dazu verurteilt, seinem früheren Arbeitgeber wegen milliardenschwerer Spekulationsverluste eine Million Euro Entschädigung zu zahlen.

Eine Rückforderung der 2,2 Milliarden Euro könnte Experten zufolge die Dividendenzahlungen an die Aktionäre gefährden und die Kapitaldecke der Bank schwächen.

Goldman Sachs erwägt Umzug: Von der Themse an den Main

Goldman Sachs erwägt Umzug

Premium Von der Themse an den Main

Der Brexit zwingt vor allem ausländische Banken, sich nach anderen Standorten umzusehen. Sie müssen sich auf das Worst-Case-Szenario vorbereiten. Goldman Sachs erwägt nun, Londoner Mitarbeiter nach Frankfurt zu versetzen.

Kerviel soll der Bank 2008 durch Spekulationen einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebrockt haben. Zunächst war er zur Begleichung dieser Summe verurteilt worden, woraufhin die Bank eine Steuergutschrift von 2,2 Milliarden Euro erhielt. Später wurde das Urteil aber aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hatte erklärt, SocGen habe gewusst, dass es Mängel und Fehler in der Organisation des Geldhauses gegeben habe und es damit Kerviel ermöglicht, Verbote zu übertreten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×