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30.04.2013

10:49 Uhr

Solider Jahresauftakt

Vermögensverwaltung spült Geld in UBS-Kassen

Auch die Schweizer Großbank UBS hat – ganz wie die Deutsche Bank – ein besseres Ergebnis als erwartet für den Jahresauftakt vorgelegt. Vor allem die Vermögensverwaltung trug mit einem Gewinnsprung dazu bei.

Firmenlogo der Schweizer Großbank UBS: Die Bank lässt den Verlust des Vorquartals hinter sich. Reuters

Firmenlogo der Schweizer Großbank UBS: Die Bank lässt den Verlust des Vorquartals hinter sich.

Zürich Die gute Stimmung an den Finanzmärkten und erste Erfolge des Konzernumbaus haben der Schweizer Großbank UBS einen guten Jahresauftakt beschert. Der Überschuss sackte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 5 Prozent auf 988 Millionen Franken (805 Mio Euro) ab, wie das Institut, an dessen Verwaltungsratsspitze der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber sitzt, am Dienstag mitteilte.

Damit übertraf es aber die Erwartungen von Analysten klar. In den ersten drei Monaten drückte zudem der Stellenabbau auf das Ergebnis. Bereinigt um Sondereffekte erzielte die UBS das beste Ergebnis seit 2009.

„Es ist noch zu früh, um zu jubeln“, sagte Vorstandschef Sergio Ermotti. „Doch wir haben gezeigt, dass unser Geschäftsmodell in der Praxis funktioniert.“ Ermotti hatte dem Schweizer Branchenprimus einen harten Umbau verordnet. Insgesamt will das Management rund 10 000 Stellen streichen. Besonders im Investmentbanking wird gespart. Dagegen will die UBS in der Vermögensverwaltung wachsen.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Im ersten Quartal war das schon zu erkennen. In diesem Geschäft sammelten die Schweizer mit knapp 24 Milliarden Franken so viel Geld ein wie seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 nicht mehr. Gut erholt präsentierte sich auch das Investmentbanking, das Ermotti stark zurückfahren will. Nach einem Verlust im Vorquartal erwirtschaftete die Sparte einen Vorsteuergewinn von 977 Millionen Franken. Das war fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Bei der Kapitalausstattung - einer der für die Branche derzeit wichtigsten Punkte - ist die UBS im internationalen Vergleich weit vorn. Das Institut verbesserte die harte Kernkapitalquote unter voller Anwendung der künftigen Regeln (Basel III) von 9,8 Prozent Ende Dezember auf 10,1 Prozent Ende März. „Unsere führende Kapitalposition stellt für die Bank nach wie vor einen Wettbewerbsvorteil dar“, sagte Ermotti.

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