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27.11.2012

20:57 Uhr

Spanische Banken

La Caixa will Banco de Valencia kaufen

Die verstaatlichte Banco de Valencia wird von Spaniens drittgrößtem Institut la Caixa geschluckt, erklärten mehrere Insider. Noch werde die Offerte aber vom Bankenrettungsfonds überprüft.

Der Hauptsitz der Banco de Valencia. Reuters

Der Hauptsitz der Banco de Valencia.

MadridDie Bankenkrise in Spanien führt zu einer weiteren Notübernahme: Das drittgrößte heimische Geldhaus La Caixa wird das verstaatlichte Institut Banco de Valencia kaufen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von drei mit dem Deal vertrauten Personen erfuhr. Der Bankenrettungsfonds (Frob) prüfe die Offerte noch, sagte einer der Insider. Nach Auskunft der anderen beiden sollte die heimische Marktaufsicht rasch informiert werden. Die beiden Institute lehnten Stellungnahmen ab.

Banco de Valencia braucht eine Geldspritze von 3,46 Milliarden Euro, um sich in dem schweren Wirtschaftsabschwung behaupten zu können. Die Zahl wurde in einem unabhängigen Banken-Stresstest ermittelt, dessen Ergebnisse im September veröffentlicht wurden. Daraus ging ferner hervor, dass La Caixa eine der wenigen spanischen Banken ist, die keinen Kapitalbedarf haben. Der Test ist die Grundlage für die Berechnung der internationalen Hilfen, die Spanien für seine angeschlagenen Banken erhält.

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Der endgültige Bedarf soll am Mittwoch bekanntgegeben werden. Es wird damit gerechnet, dass er etwa 43,5 Milliarden Euro betragen wird. Die Summe läge damit deutlich unter den - von der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) - in Aussicht gestellten Krediten über 100 Milliarden Euro.

Banco de Valencia gehört zu den vier spanischen Banken, die derzeit verstaatlicht werden. Ferner zählen dazu Bankia, die selbstständig bleiben soll, sowie NovaGalicia und CatalunyaCaixa, die verkauft werden sollen. Der Rettungsfonds Frob billigte nun die Sanierungspläne für diese Institute. Bevor sie die europäischen Rettungsgelder bekommen, muss noch die EU-Kommission zustimmen. Laut Frob sind die Hilfen in der ersten Dezemberhälfte zu erwarten.

Von

rtr

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