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02.02.2011

08:26 Uhr

Spanische Großbank

Boom in Mexiko rettet Ergebnis der BBVA

Auf dem Heimatmarkt hat die BBVA reichlich Probleme. Doch Spaniens zweitgrößte Bank ist eben international stark vertreten. Im vierten Quartal hat vor allem das Geschäft in Mexiko so manche Schwäche ausgeglichen und für einen ordentlichen Gewinn erzielt.

BBVA-Filiale in Madrid: Schwächen auf dem Heimatmarkt. Quelle: Reuters

BBVA-Filiale in Madrid: Schwächen auf dem Heimatmarkt.

HB MADRID. Spaniens zweitgrößte Bank BBVA hat dank des boomenden Geschäfts in Südamerika die Schwierigkeiten auf dem Heimatmarkt ausgeglichen und ein deutliches Gewinnplus eingestrichen. Der Nettogewinn stieg im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Der deutliche Zuwachs ist aber auch darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr einmalige Rückstellungen den Gewinn schmälerten. Der aktuelle Ertrag lag im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie tendierte kaum verändert.

Die spanische Banken leiden unter der maroden Wirtschaft und hohen Arbeitslosigkeit in ihrem Heimatland, hohen Rückstellungen für faule Kredite und einem Preiskampf zwischen den Anbietern.

Beim Nettozinseinkommen verbuchte BBVA 2010 einen Rückgang um vier Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Das Zinsergebnis werde im ersten Halbjahr wohl weiter fallen und sich erst in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen, erklärte Firmenchef Angel Cano. Der Anteil fauler Kredite habe sich nicht weiter verändert. Ausfallgefährdete Darlehen hatten wegen der Immobilienkrise in Spanien 2009 große Teil des Gewinns aufgezehrt.

Um von der spanischen Wirtschaft unabhängiger zu werden, war die BBVA zuletzt mit einer milliardenschweren Beteiligung in den türkischen Markt eingestiegen. BBVA macht mehr als ein Drittel seines Geschäfts in Spanien, deutlich mehr als der größere Rivale Santander. Traditionell stark ist BBVA in Südamerika engagiert. Rund ein Drittel des Gewinns erzielte das Bankhaus 2010 in Mexiko.

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