Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2013

21:49 Uhr

Spanische Krisenbank

Bankia versilbert ihre US-Tochter

Mitte 2012 ist das spanische Geldinstitut Bankia mit Milliarden-Staatshilfe zum Symbol der Bankenkrise des Landes geworden. Die Bank arbeitete danach an einem Umbau. Nun fädelte sie einen Millionenverkauf ein.

In Spanien sieht sich Bankia mit Protesten konfrontiert. Reuters

In Spanien sieht sich Bankia mit Protesten konfrontiert.

MadridDas spanische Krisen-Institut Bankia verkauft seine Tochter City National Bank of Florida. Der chilenische Banco de Credito e Inversiones übernehme die US-Tochter für 883 Millionen Dollar, teilte das verstaatlichte Geldhaus am Freitag mit.

Bankia gehe davon aus, dass die Transaktion einen Buchgewinn von 180 Millionen Euro abwerfe. Bankia hatte vor rund fünf Jahren 927 Millionen Dollar für einen 83-prozentigen Anteil an dem Institut aus Florida bezahlt und später den Rest übernommen, ohne jedoch den Kaufpreis dafür bekanntzugeben.

Bankia war zum Inbegriff der spanischen Bankenkrise geworden, als das Institut Mitte 2012 Milliarden-Staatshilfen benötigte. Die Regierung musste daraufhin in Europa mehr als 40 Milliarden Euro an Hilfen für den Finanzsektor beantragen.

Bankia hatte im vergangenen Jahr mit 19,2 Milliarden Euro den größten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes geschrieben. Die Bank stellte sich daraufhin neu auf und parkte nach früheren Angaben mehr als 22 Milliarden Euro an faulen Immobilienkrediten bei der staatlichen Bad Bank.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

AFforGermany

24.05.2013, 23:14 Uhr

Jetzt wo die Hauspreise in Florida wieder steigen, die Schulden auf den europäischen (deutschen!!!) Steuerzahler abgewälzt sind kann man das Tafelsilber wieder verkaufen!

Das dürfte somit das letzte werthaltige in der Bank gewesen sein... Schade.

22 Milliarden "Rettungskosten" für die Bankia, macht übrigens 660.000.000,-€ Zinsverlust (bei 3% p.a.) für die "Retter".

Ich bin etwas fassungslos wie man DAS (die entgangenen Zinsen, den Verkauf bei steigenden Haus-Preisen) noch als "super"-Gewinn schönschreiben kann.

Quellen/ weitere Infos:
http://www.nmb-florida-realty.com/blog/2012/12/immobilien-florida-preissteigerungen-von-bis-zu-97-prozent-in-2013/

http://www.godmode-trader.de/nachricht/USA-FHFA-Hauspreisindex-mit-14-Anstieg-in-Folge,a3095310.html

Justizius

24.05.2013, 23:45 Uhr

In Spanien ist Hopfen und Malz verloren. Da bringen die paar Mio. EUR Einnahmen für das sog Tafelsilber der maroden Bankia auch nichts mehr. Wieso soll etwas gerettet werden, was nicht zu retten ist, ja was selbst der insolvente spanische Staat nicht retten kann. Es wäre doch besser diese kaputten Bankinstitute geordnet in die Insolvenz gehen zu lassen. Die entstehenden Lücken würden dann die (noch) gesunden Banken schließen ...

Account gelöscht!

25.05.2013, 07:01 Uhr

Dann sollte Deutschland damit auch mal anfangen.
Immer gut wenn man anderen die Rezepte verpassen kann, die man selber nicht frisst.
Außerdem ist Spanien nicht pleite, es kann seine Schulden immer noch bezahlen, und das zu höheren Zinsen als uns Deutschland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×