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28.01.2016

18:34 Uhr

Sparkassen

Paydirekt wird vollzählig

VonElisabeth Atzler, Laura de la Motte

Alle Sparkassen werden bis Ende April an Paydirekt angeschlossen sein. Auch die Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen steht jetzt endlich. Doch bisher fehlen Paydirekt die großen Händler.

Auch die Sparkassen legen los. Alle 409 Geldhäuser sollen bis Ende April an den Online-Bezahldienst Paydirekt angeschlossen sein. dpa

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Auch die Sparkassen legen los. Alle 409 Geldhäuser sollen bis Ende April an den Online-Bezahldienst Paydirekt angeschlossen sein.

Frankfurt am MainNoch können nur Kunden der Genossenschaftsbanken und privater Banken den neuen Online-Bezahldienst Paydirekt nutzen. Doch bis Ende April werden dem Vernehmen nach auch alle 409 deutschen Sparkassen an Paydirekt angeschlossen sein.
Sobald das passiert ist, kann jedes Kreditinstitut seinen Kunden Paydirekt anbieten. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zunächst über den Zeitplan der Sparkassen berichtet.
Die Sparkassen hatten sich später als die Wettbewerber entschlossen, bei dem deutschen Paypal-Konkurrenten einzusteigen. Auch eine Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen Paydirekt wurde erst am Mittwoch vollzogen.

Paydirekt - was ist das?

Wer steht hinter Paydirket?

Paydirekt ist eine branchenweite Kooperation der deutschen privaten und genossenschaftlichen Banken sowie der Sparkassen.

Was unterscheidet Paydirekt von anderen Bezahldiensten?

Im Unterschied zu anderen Bezahldiensten ist Paydirekt kein Drittanbieter. Die Zahlung wird direkt über das eigene Konto abgewickelt. Außerdem wirbt Paydirekt damit, dass die Informationen über die Kundeneinkäufe nicht weiterverkauft würden. Das soll besseren Datenschutz gewährleisten.

Wie läuft die Registrierung?

Um sich für Paydirekt registrieren zu können, benötigen die Kunden ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank oder Sparkasse, einen Onlinebanking-Zugang sowie eine E-Mail-Adresse.

Können auch Käufer außerhalb Deutschlands Paydirekt nutzen?

Käufer, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, können Paydirekt nutzen, sofern sie ein Girokonto mit Onlinebanking-Zugang bei einer der teilnehmenden Banken oder Sparkasse haben sowie über eine E-Mail-Adresse verfügen.

Ab wann kann man Paydirekt nutzen?

Paydirekt ging Ende 2015 in den Markt.

Welche Gebühren entstehen Händlern durch Paydirekt?

Händler sollen ihre Gebühren direkt mit den teilnehmenden Banken und Sparkassen verhandeln.

Welche Bezahlarten können über Paydirekt abgewickelt werden?

Mit Paydirekt können Händler ihren Kunden den Einkauf mit Direktbuchung, Vorbestellung oder Teilzahlung anbieten.

Die öffentlich-rechtlichen Geldhäuser halten über ihre Gesellschaft GIZS ein Drittel an Paydirekt – je ein weiteres Drittel gehört genossenschaftlichen und privaten Banken. Gesellschafter der GIZS sind wiederum die Landesbanken LBBW und Helaba sowie der Deutsche Sparkassenverlag.
Die Hypovereinsbank testete das neue System als Pionier bereits im Sommer. Ab November konnten sich ihre Kunden registrieren. Auch viele Volks- und Raiffeisenbanken starteten Paydirekt schon vor dem Weihnachtsgeschäft.
Bisher allerdings fehlt Paydirekt die Durchschlagskraft, weil das Gemeinschaftsunternehmen erst gut 20 Händler überzeugt hat. Ein wirklich großer Onlinehändler ist bisher nicht aufgesprungen.

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