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30.09.2011

14:30 Uhr

Sparkassenpräsident

Gerlach ist Favorit für die Nachfolge von Haasis

Nachdem der 66-jährige Präsident Heinrich Haasis nicht in die Verlängerung geht, ist im Deutschen Sparkassen- und Giroverband ein Top-Job zu vergeben – und die Weichen werden derzeit gestellt.

Nicht unumstritten, aber als Favorit gehandelt: Rolf Gerlach als Favorit gehandelt. Jesco Denzel / VISUM

Nicht unumstritten, aber als Favorit gehandelt: Rolf Gerlach als Favorit gehandelt.

BerlinIm Deutschen Sparkassen- und Giroverband ist ein Top-Job zu vergeben – und die Weichen werden derzeit gestellt. Nachdem der 66-jährige Präsident Heinrich Haasis wider Erwarten nicht in die Verlängerung geht, werden die Gremien am 30.11. einen Nachfolger küren. Im Mai 2012 endet die Amtszeit von Haasis.
Im Sparkassenlager selbst wird Rolf Gerlach als Favorit gehandelt, obwohl er nicht unumstritten ist. Der aktuelle Präsident des westfälischen Sparkassenverbandes, in Personalunion Aufsichtsratsmitglied der WestLB, hat sich bereits selbst als Kandidat ins Spiel gebracht, was sein enormes Selbstbewusstsein unterstreicht.

Gerlach wird am 2.Oktober 58 Jahre alt. Sparkassennahe Kreise gehen nicht davon aus, dass sich weitere Verbandsfürsten offiziell ins Spiel bringen werden. Nur wenn es eng werden sollte, dürfte der niedersächsische Sparkassenverbandschef Thomas Mang in die Bresche springen. Mang gilt als „linientreu“, was Kritiker aber auch als farblos werten. Häufiger wird auch der Chef der größten Sparkasse Deutschlands, der Vorstandssprecher der Hamburger Sparkasse, Harald Vogelsang, als Kompromisskandidat genannt. Doch als Chef einer freien Sparkasse, die ihr Beteiligungsportfolio an Sparkassen in Schleswig-Holstein immer weiter ausbaut, dürfte er einer Mehrheit schwer zu vermitteln sein.

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Während Gerlach seine potenziellen Konkurrenten aus dem Sparkassenlager wohl in Schach halten kann, hat er kaum Handhabe gegen das Interesse von außen. So werden dem nordrhein-westfälischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU)), Ambitionen auf den Spitzenposten nachgesagt. Dagegen soll Georg Fahrenschon (CSU), derzeit bayerischer Finanzminister, kein großes Interesse haben.

Der 48-jährige Kampeter kann der Sparkassenorganisation etwas bieten, was Gerlach nicht hat: einen sehr engen Draht zu den politischen Entscheidungsträgern Der ehemalige haushaltspolitische Sprecher der Union ist politisch extrem gut vernetzt, mit allen Wassern gewaschen, kann schwierige Sachverhalte mit einfachen Worten auf den Punkt bringen und ist stets für einen launigen Spruch gut.

Kampeter und Gerlach hatten bei den langwierigen Restrukturierungsverhandlungen über die WestLB in Brüssel zuletzt Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen. Kampeter saß als Vertreter der Bundesregierung mit am Verhandlungstisch.

Kommentare (1)

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30.09.2011, 17:07 Uhr

Wer die Wahrheit sucht und hinter die Kulissen schaut, wird erkennen, welchen immensen Schaden Herr Gerlach für die Sparkassen, das Land NRW und die MitarbeiterInnen der WestLB im Zusammenhang mit dem Niedergang dieser einst intakten und wertvollen Landesbank angerichtet hat. Hier will sich ein kapitaler "Bock zum Gärtner" machen (lassen). Herr Kampeter indes stünde für einen dringend notwendigen Neuanfang in der deutschen Sparkassenorganisation!

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