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11.08.2016

16:58 Uhr

Sparkrise in Griechenland

Banken wollen „Matratzengeld“ mit höheren Zinsen zurückholen

Im Rennen um das Geld der griechischen Sparer locken die Banken des Landes mit überdurchschnittlich hohen Zinsen. Können sie so gehortetes Bargeld wieder in ihre Bilanzen holen?

Griechenlands Banken bieten derzeit überdurchschnittlich hohe Zinsen, um an das „Matratzengeld“ der Griechen zu kommen. AP

Filiale der Alpha Bank in Piräus

Griechenlands Banken bieten derzeit überdurchschnittlich hohe Zinsen, um an das „Matratzengeld“ der Griechen zu kommen.

AthenGriechische Banken locken Kunden mit höheren Zinsen, damit diese gehortetes Bargeld wieder einzahlen. Die Alpha Bank bietet inzwischen für sechsmonatige Einlagen einen Zinssatz von 1,3 Prozent an, der damit um 0,5 Punkte höher liegt als der Satz auf bestehende Einlagen, wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Mit ähnlichen Lockangeboten buhlen auch die Eurobank sowie weitere Institute um Kunden, um so an das sogenannte Matratzengeld der Griechen heranzukommen.

Bank-Kunden in dem schuldengeplagten Ägäis-Staat hatten aus Furcht vor einem Austritt des Landes aus der Euro-Zone seit November 2014 insgesamt rund 40 Milliarden Euro von ihren Konten abgeräumt. Das Austrocknen der Institute wurde erst mit Einführung von Kapitalverkehrskontrollen im Juni 2015 gestoppt. Die Griechen hatten einen großen Teil der von ihren Konten abgezogenen Gelder bar zu Hause oder in Tresoren gehortet.

Griechenlands Regierung hat die Kapitalverkehrskontrollen mittlerweile gelockert. Manche Einschränkungen für die Kontoinhaber von Thessaloniki bis Kreta wurden abgemildert. So können neu eingezahlte Gelder inzwischen wieder ganz abgehoben werden - bei neuen Einzahlungen aus dem Ausland gilt nun eine Grenze von 30 Prozent.

Von

rtr

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