Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.12.2011

11:04 Uhr

Sparkurs

Commerzbank streicht Weihnachtsfeiern

Sparen, aber ernsthaft: 2008 feierten die Mitarbeiter der Commerzbank auf dem Höhepunkt der Finanzkrise noch gemeinsam den Advent. In diesem Jahr fallen die traditionellen Sausen aus - aus Kostengründen.

Ein Techniker vor dem Commerzbank-Gebäude in Düsseldorf. dapd

Ein Techniker vor dem Commerzbank-Gebäude in Düsseldorf.

FrankfurtIm Kampf gegen ihre milliardenschwere Kapitallücke spart die Commerzbank, wo sie kann. Zahlreiche Weihnachtsfeiern von Abteilungen fallen in diesem Jahr aus, wie Bankkreise der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX bestätigten. So müssen etwa die Investmentbanker auf die traditionelle Sause verzichten, die sie auch auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 nicht ausfallen ließen. Weihnachtsfeiern passten nicht in das derzeitige Umfeld, heißt es nun. Offiziell kommentierte die Bank das nicht. Ein Sprecher verwies lediglich auf den bereits verschärften Sparkurs der Bank. So verzichtet sie etwa auf externe Berater.

Die Commerzbank muss nach dem neuerlichen Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA bis Ende Juni 2012 eine Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro schließen. Das seit der Finanzkrise zu gut 25 Prozent verstaatlichte Institut will das unbedingt aus eigener Kraft schaffen, um auf neuerliche Staatshilfe zu verzichten.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Heinrich

14.12.2011, 14:37 Uhr

Hier wird aber wirklich das Pferd vom Schwanz aufgezäumt. Das Miteinandergefühl ist doch oft viel wichtiger als Geldwert. Aber das spielt anscheinend in unserer gefühlskalten Welt keine Rolle mehr. Da zocken anscheinend nur noch Roboter, die man beliebig ein- und auschalten kann.

hohl

14.12.2011, 14:50 Uhr

die boni der händler machen bestimmt das 100 fache der kosten für die feiern aus und MEISTER blessing,bekannt für über-und durchblick und seine führungsstärke langt mal wieder un den LACHSACK.

na ja,ein wahrer könner,ne eEXZELLENZz vorm herrn...

Kommentar

14.12.2011, 14:59 Uhr

Da hat Heinrich recht. Würde aber die Belegschaft nicht über das gesamte Jahr -gemessen an der Unternehmensleistung!- maßlos überberzahlt, so müsste an solchen Gemeinschaftsaktivitäten nicht gespart werden. In normalen Unternehmen wären schon längst die Gehälter auf ein wirtschaftlich tragbares Maß gesenkt worden, oder der Laden pleite, oder noch viel besser; die Hausbanken würden sich diesem Wahnsinn verweigern und irgendwann keine weiteren Kreditmittel mehr freigeben. Naja, hier hilft ja der Steuerzahler aus... Frohe Weihnachten

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×