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26.09.2013

14:27 Uhr

Sparpläne

Barclays baut Vermögensverwaltung um

Bereits im April hatte die britische Bank Barclays angekündigt, ihre Vermögensverwaltung neu auszurichten. Nun wird deutlich, was damit gemeint ist: In gleich 130 Ländern ist bald Schluss mit dieser Dienstleistung.

Durch die Entwicklung bei Barclays werden auch Arbeitsplätze wegfallen. AFP

Durch die Entwicklung bei Barclays werden auch Arbeitsplätze wegfallen.

LondonDie britische Bank Barclays speckt ihre Vermögensverwaltung rund um den Globus ab. In 130 Ländern werde das Geschäft mit reichen Privatkunden bis 2016 aufgegeben, sagte ein Sprecher der Bank am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der „Financial Times“. „Das ist Teil unserer neuen Strategie, Komplexität abzubauen“, betonte er. Barclays wolle sich künftig auf jene 70 Märkte fokussieren, wo der Konzern in der Vermögensverwaltung die kritische Größe habe und rentabel arbeiten könne. Das könne auch einen Jobabbau im kleineren Umfang einschließen. In der Sparte arbeiten derzeit 8000 Personen.

Der Umbau der Vermögensverwaltung kommt nicht überraschend. Bereits im April hatte die Bank signalisiert, hier alles auf den Prüfstand zu stellen. Der Markt ist hart umkämpft: Große Spieler wie die Schweizer Institute und die Deutsche Bank mischen genauso mit wie spezialisierte kleine Privatbanken. Sie alle schärfen aber derzeit ihr Profil und ziehen sich aus weniger lukrativen Regionen zurück. Außerdem drängen die Versicherer in die Vermögensverwaltung, um sich ein weiteres Standbein zu erschließen. Barclays will jetzt nicht nur etliche Märkte aufgeben, sondern die Kunden auch strenger aussieben. Denn die Kosten für die exklusive Beratung sind hoch.

Größte Vermögensverwalter 2012

Platz 1

Bank of America (USA)

1800 Milliarden Dollar

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking

Platz 1

Morgan Stanley (USA)

1800 Milliarden Dollar

Platz 3

UBS (Schweiz)

1747 Milliarden Dollar

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1200 Milliarden Dollar

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

862 Milliarden Dollar

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

647 Milliarden Dollar

Platz 7

HSBC (Großbritannien)

398 Milliarden Dollar

Platz 8

Deutsche Bank (Deutschland)

387 Milliarden Dollar

Platz 9

Raymond James Financial (USA)

398 Milliarden Dollar

Platz 10

BNP Paribas (Frankreich)

349 Milliarden Dollar

Künftig soll hier nur noch bedient werden, wer eine halbe Million Pfund und mehr an liquiden Mitteln mitbringt. Den Umbau der Vermögensverwaltung wird Peter Horrell leiten, der erst am Montag als neuer Chef der Sparte vorgestellt worden war.

Von

rtr

Kommentare (1)

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shredder

27.09.2013, 12:46 Uhr

Öhhh - in dem Top10-Ranking sind gleich zwei Fehler ... es gibt zweimal Platz 1, und Platz 9 hat mehr AuM als Platz 8 ... liest eigentlich mittlerweile niemand mehr gegen??

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