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20.01.2008

16:14 Uhr

Spekulationen über Personalabbau

WestLB-Eigner ringen um Rettungspaket

VonPeter Köhler

Die Krise bei der WestLB hat sich in den vergangenen Tagen dramatisch zugespitzt. Am Sonntagabend beraten die Eigentümer der Bank zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit über Maßnahmen, um die Folgen der Finanzkrise abzufangen. Nach Angaben aus Eigentümerkreisen soll sich der Kapitalbedarf zur Stabilisierung der Bank auf bis zu zwei Mrd. Euro belaufen.

Das Logo der WestLB vor der Zentrale der Bank in Düsseldorf. FOTO: dpa Quelle: dpa

Das Logo der WestLB vor der Zentrale der Bank in Düsseldorf. FOTO: dpa

FRANKFURT. Vor dem Treffen ist noch völlig offen, wie die neuen Lasten verteilt werden sollen. Das Land NRW hält 38 Prozent an der Bank, die beiden Sparkassenverbände sind mit zusammen gut 50 Prozent Mehrheitsaktionär. Bei der Kapitalerhöhung über 1,5 Mrd. Euro vor rund vier Jahren hatten die Sparkassen den Betrag noch alleine gestemmt.

Auf der Agenda steht am Abend nach Angaben von Teilnehmern auch ein „deutlicher Sanierungsbeitrag“ seitens der Arbeitnehmer. Dabei gehe es um einen Arbeitsplatzabbau in den kommenden Jahren und Einschnitte bei den Gehaltszahlungen und sozialen Leistungen. Die Spekulationen über Jobverluste reichten bisher von etwa 600 Stellen bis zu 2000 Arbeitsplätzen. „Mit all diesen Zahlen wird Politik gemacht, es gibt noch keine konkreten Pläne“, hieß es in Bankenkreisen.

Die WestLB hat aus fehlgeschlagenen Aktienspekulationen ein Minus von 600 Mill. Euro eingefahren, die Finanzmarktkrise belastete das Ergebnis bis zum 30. September mit weiteren 355 Mill. Euro. Da sich die Lage an den Kapitalmärkten im Zuge der US-Immobilienkrise weiter verschlechtert hat, wird der Bedarf an Wertberichtigungen mittlerweile in Bankkreisen auf rund 1,2 Mrd. Euro veranschlagt. Die Finanzaufsicht BaFin verfolgt die Vorgänge mit Argusaugen. Vergangene Woche trafen sich BaFin-Chef Jochen Sanio, der neue Aufsichtsratsvorsitzende Michael Breuer und Vorstandschef Alexander Stuhlmann zu einem Krisengespräch.

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