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16.05.2012

19:22 Uhr

Spekulationsdesaster

US-Aktionäre reichen Klage gegen JP Morgan ein

Aktionäre von JP Morgan zerren die US-Großbank wegen des jüngsten Milliardenverlusts vor Gericht. Sie werfen dem Bankhaus vor, ein übertriebenes Risiko eingegangen und den Zwei-Milliarden-Verlust verursacht zu haben.

Das Hauptquartier von JP Morgan in New York. AFP

Das Hauptquartier von JP Morgan in New York.

New YorkDer milliardenschwere Handelsverlust bei der US-Großbank JPMorgan hat ein juristisches Nachspiel. Zwei Aktionäre reichten am Mittwoch Klage gegen das Geldhaus vor dem Bezirksgericht in Manhattan ein. Sie werfen dem Kreditinstitut und Konzernchef Jamie Dimon vor, ein zu großes Risiko eingegangen zu sein.

Zudem unterstellen sie den Verantwortlichen eine Verletzung der Treuepflicht, Verschwendung von Firmenvermögen und ungerechtfertigte Bereicherung. Zudem leitete die US-Bundespolizei nach eigenem Bekunden eine vorläufige Untersuchung ein.

JPMorgan hatte den mindestens zwei Milliarden Dollar schweren Verlust Ende vergangener Woche bekanntgegeben und damit die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Am Montag nahm die Chefin des für das Geschäft zuständigen Investmentbankings, Ina Drew, ihren Hut.

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Nach dem Desaster leitete die US-Notenbank Fed als oberste Aufseherin bereits Untersuchungen ein. Sie will nach eigenen Angaben prüfen, ob die größte US-Bank noch vergleichbare Risiken an anderer Stelle eingegangen ist und ob es Folgen für das Risikomanagement der Bank geben muss. Gleichwohl gehen die Regulierer davon aus, dass JP Morgan den bislang bekannten Verlust verkraften kann.

Kommentare (1)

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18.05.2012, 10:38 Uhr

und was ist mit wirklichen geldgeilen Verantwortlichen Ina Drew?
Reicht das seinen Hut zu nehmen, seine Kündigung einzureichen und damit den Ermittlungen zu entgehen?
Sie hatte zum Schluss 16 Mill. /Jahr verdient und war fast 30 Jahre dort beschäftigt.
Ich bin im Falle Ihrer Schuld, für eine Beschlagnahmung Ihrer kompletten Vermögenswerte.

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