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03.09.2012

19:45 Uhr

Staatliche Hilfen

Spaniens Bankia erhält 4,5 Milliarden Euro

Die unter Verlusten leidende Bankia erhält eine kräftige Finanzspritze. Wie der spanische Restrukturierungsfonds mitteilte, geht es um 4,5 Milliarden Euro. Damit kann der Sparkassenkonzern die Kapitalauflagen erfüllen.

Bankia wird mit 4,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds gestützt. Reuters

Bankia wird mit 4,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds gestützt.

MadridFür Spanien kommen die Einschläge Schlag auf Schlag. Einmal musste der Bankenrettungsfonds Frob am Montag hastig Hilfen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro für den angeschlagenen Sparkassen-Verbund Bankia bereitstellen, zum anderen beantragte mit Andalusien nun schon die vierte Provinz Gelder bei der Zentralregierung. Viele Experten sahen darin weitere Hinweise dafür, dass das Mittelmeerland nach den bereits beantragten Banken-Hilfen noch komplett unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen muss.

Bankia hatte am Freitag einen Halbjahresverlust von mehr als vier Milliarden Euro ausgewiesen. Laut Frob stellt die Geldspritze sicher, dass Bankia die Kapitalauflagen der Regulierer erfüllen kann. Die Kernkapitalquote lag zuletzt bei 6,3 Prozent - deutlich unter den neun Prozent, die die Regierung zum Jahresende sehen will.

Die nun genehmigten Hilfen sind Teil von insgesamt 23,5 Milliarden Euro, die Bankia vom Staat noch erhalten will. Der Sparkassen-Konzern geriet wegen des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarktes und der Verschärfung der Schuldenkrise in Schieflage. Um die Hilfen hatten die spanische Regierung und die EU-Behörden wochenlang hinter verschlossenen Türen gerungen.

Nach Valencia, Katalonien und Murcia bat nun Andalusien die Zentralregierung in Madrid um Finanzhilfe. Andalusien beantragte staatliche Notunterstützung in Höhe von einer Milliarde Euro, um künftig seine Rechnungen zahlen zu können. Diese Summe würde über die erste Zeit hinweghelfen, teilte die Regionalregierung der bevölkerungsreichsten spanischen Provinz mit.

Erst im Juli hatte Spaniens Zentralregierung, die ihrerseits einen Hilfsantrag bei ihren europäischen Partnern erwägt, einen Notfonds für die Finanzierung der 17 Regionen im laufenden Jahr in Höhe von 18 Milliarden Euro aufgelegt. Er speist sich zu einem Drittel aus Lottomitteln. Den hoch verschuldeten Regionen ist wegen der schlechten Bonität der Zugang zum Kapitalmarkt praktisch verschlossen.

Ihre finanziellen Schwierigkeiten gehören neben den Problemen des Bankensektors zu den größten Belastungen des Mittelmeerlandes. Spanien prüft derzeit, ob es über die bereits vereinbarten Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro für seine Finanzinstitute weiteren Geldbedarf hat.

Von

rtr

Kommentare (2)

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erikastoehnt

04.09.2012, 08:33 Uhr

Verschrottet diese SCHROTTBANKEN E-N-D-L-I-C-H! Das GANZE ist absurduum. Nur Machterhalt für bestens bezahlte EU-Politiker in Brüssel und Straßbourg, die sonst arbeitslos wären. Nur DESHALB wird dieser Wahn weiter verfolgt. Achja..und..damit MERKEL in den Geschichtsbüchern steht.

Account gelöscht!

04.09.2012, 09:40 Uhr

"Laut Frob stellt die Geldspritze sicher, dass Bankia die Kapitalauflagen der Regulierer erfüllen kann. Die Kernkapitalquote lag zuletzt bei 6,3 Prozent - deutlich unter den neun Prozent, die die Regierung zum Jahresende sehen will. "
Basel II und Basel III hatte Merkel nicht viel mit zu tun. Trotzdem sollte die Politik sich überlegen ob diese frei festgelegten Regeln nicht ein bischen aufgeschoben werden können, bis die Banken ihren Schrott losgeworden sind. Manchmal behindert geschaffene Regeln sich aufgrund aktueller Ereignisse gegenseitig.

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