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09.11.2011

02:28 Uhr

Staatshilfen

Fannie Mae will noch ein paar Milliarden Dollar

Bereits George W. Bush hat den Hypothekenkonzern Fannie Mae unter staatliche Kontrolle gestellt. Mehr als 100 Milliarden Dollar Staatshilfen hat das Unternehmen verschlungen. Nun will es Nachschlag.

Fannie Mae ist auf dem US-Immobilienmarkt präsent - aber die Preise sind im Keller. dapd

Fannie Mae ist auf dem US-Immobilienmarkt präsent - aber die Preise sind im Keller.

WashingtonDer in der Finanzkrise verstaatlichte Hypothekenkonzern Fannie Mae hat die US-Regierung erneut um Staatshilfen gebeten. Das Unternehmen benötigt nach eigenen Angaben vom Dienstag weitere 7,8 Milliarden Dollar an Steuergeldern.

Die Staatshilfen für das Unternehmen belaufen sich insgesamt bereits auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Für das dritte Quartal verbuchte Fannie Mae ein Minus von 5,1 Milliarden Dollar.

Die Regierung hatte angekündigt, Fannie Mae und den kleineren Rivalen Freddie Mac abzuwickeln. Die beiden Institute mussten in der Krise gerettet werden.

Fannie Mae und Freddie Mac waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen und dominierten den US-Markt für Immobilienfinanzierung. Mit dem Platzen der Blase am Häusermarkt gerieten beide Unternehmen aber ins Straucheln und wurden noch unter Präsident Barack Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush 2008 faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

09.11.2011, 07:01 Uhr

".... private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen ...."

Das ist mit Verlaub eine völlig verzerrte Darstellung. Beide Unternehmen standen unter staatlichem Zwang durch Bill Clinton: "In 1999, Fannie Mae came under pressure from the Clinton administration to expand mortgage loans to low and moderate income borrowers by increasing the ratios of their loan portfolios in distressed inner city areas designated in the CRA of 1977.[16]" (Qelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Fannie_Mae und weitere).

Das war keine Unterstützung, das war Druck zu zweifelhaften Hypothekendarlehen. Damit begann das Desaster.

Rene

09.11.2011, 07:10 Uhr

Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft mit konkreten Aufgaben (auch und gerade bei Banken) beheben nie die Probleme. Kein Gysi, kein Steinmeier oder keine Roth können Brötchen backen oder Hufeisen schmieden!

Die sollen Rahmenbedingungen setzen und Kontrollmechanismen einführen, dass diese umgesetzt und eingehalten werden.

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